Pannenanfälliger Opel Insignia

Der zweite Blick lohnt

Es ersetzte Vectra und Signum, und brachte ab 2008 mehr Lifestyle ins Opel-Sortiment: Das Mittelklasse-Flaggschiff Insignia. Am Gebrauchtmarkt lockt ein breites Motorenangebot, doch es gibt Qualitätsprobleme.
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Die Rüsselsheimer Mittelklasse präsentiert sich bei der Hauptuntersuchung meist als richtig zuverlässig, ist laut ADAC aber auf der Straße als pannenanfällig bekannt. Quelle: PR
Opel Insignia

Die Rüsselsheimer Mittelklasse präsentiert sich bei der Hauptuntersuchung meist als richtig zuverlässig, ist laut ADAC aber auf der Straße als pannenanfällig bekannt.

(Foto: PR)

Mit dem Opel-Flaggschiff Insignia von 2008 sollte vieles anders werden - auch das Markenimage. Vielen galt Opel als leicht angestaubt und bieder. Dem Mittelklassemodell gelang es durch sein Äußeres, deutliche Lifestyle-Akzente zu setzen. Bei den inneren Werten blieb es der Linie seines Vorgängers treu - mit einigen Abstrichen bei der Pannenanfälligkeit. „Der Insignia verkörpert alte Opel-Werte: Er ist zuverlässig und seinen Preis wert”, bilanziert der „TÜV Report 2016”. Bei der Kfz-Hauptuntersuchung (HU) falle das Modell nicht weiter auf und erziele „richtig gute Ergebnisse”.

Fahrwerkseitig machen Achsaufhängung und Antriebswellen fast nie Probleme. Auch die Rostvorsorge ist gut. Einzig die Bremsscheiben und -schläuche fallen schon bei der ersten HU nach drei Jahren mit erhöhtem Mängelaufkommen auf. Auch Ölverlust an Motor und Getriebe kommen vor.

Wie sehr HU und das Abschneiden am Straßenrand voneinander abweichen können, zeigt die ADAC-Pannenstatistik: „Der Insignia gehört in der Mittelklasse zu den pannenanfälligsten Modellen”, schreibt der Club. Auffällig sind vor allem Dieselmodelle von 2009 bis 2011.

Sie weisen häufig Defekte an der Ladedruckregelung oder dem Motor auf. Auch abgerutschte Turboschläuche sind ein Problem. Störungen im Motormanagement fielen bei Dieselmodellen von 2013 und 2014 auf, ebenso wie fehlerhafte Zündspulen bei Benzinern (2009 bis 2010).

Auf die G-Klasse fahren alle ab
Ob als praktische Nutzfahrzeuge für Ausflüge über Stock und Stein in die freie Natur oder als Prestigeobjekte für den Großstadtdschungel:
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Der Boom der SUV und Geländewagen ist ungebrochen. Und obwohl der Trend aus den USA stammt, interessieren sich die Autofahrer hierzulande vor allem für deutsche und britische Modelle – allen voran die Mercedes-Benz G-Klasse. Das hat eine aktuelle Auswertung von AutoScout24 ergeben. Die simple Fragestellung: „Welche Geländewagen und SUV erhalten die meisten Seitenaufrufe in Deutschland auf dem Online-Fahrzeugmarkt?“ Woraus man indirekt ableiten kann, welche SUV besonders begehrt sind.

Lebendes Fossil auf Platz eins
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Die G-Klasse von Mercedes-Benz (hier die neueste AMG-Variante) geht als klare Nummer eins hervor. Der Klassiker unter den Geländewagen hat sich äußerlich seit mehr als 25 Jahren kaum verändert. Er erhält – trotz eines Durchschnittspreises von rund 64.000 Euro als Gebrauchtwagen – in Deutschland die meisten Seitenaufrufe unter allen Offroadern bei AutoScout24.

Auf Platz zwei ...
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... der meisten Modelabfragen für gebrauchte SUV steht der bayerische Hersteller BMW mit seinem SUV-Coupé X6. Das schnittige Modell mit dem unübersehbaren Heck kostet gebraucht durchschnittlich 48.000 Euro. Dafür gibt es aber nur die vorherigen Modelle, garantiert nicht die hier abgebildete neue Version des bärenstarken X6 M.

Auf Platz 3
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Der Range Rover Sport (42.000 Euro) vom britischen Hersteller Land Rover liegt als bestplatziertes ausländisches Fahrzeug auf Platz drei. „Die deutschen Hersteller dominieren den Gebrauchtwagenmarkt in Deutschland im Bereich SUV und Geländewagen“, stellt Sebastian Lorenz von AutoScout24 fest.

Platz 4
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Der X5 aus dem Hause BMW, der gebraucht laut Autoscout durchschnittlich noch 31.000 Euro kostet.

Gebraucht für durchschnittlich 62.000 Euro zu haben.
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Der Traum von der Größe: Die besonders geräumige GL-Klasse von Mercedes-Benz landet auf Platz fünf der Beliebtheitsskala.

Neun von zehn der beliebtesten SUV und Geländewagen kommen aus Europa
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An sechster Stelle des Autoscout-Rankings folgen wiederum die Briten von Land Rover mit dem Modell Range Rover. Der Oberklasse-Geländewagen gilt als Vorbild für viele spätere SUV unterschiedlicher Hersteller. Er ist gebraucht für durchschnittlich 45.000 Euro zu haben.

Rückrufe gab es mehrere: Die bei den Kunden beliebten Zweiliter-Diesel fahren teils problembehaftet. Die jüngste Aktion betraf 2013 insgesamt 61 000 Fahrzeuge der Bauzeit 2009 bis 2012 wegen eines Softwarefehlers im Motorsteuergerät. Der konnte zu Motorschäden führen. Auch wegen Störungen der elektrischen Parkbremse musste das Modell schon zurück in die Werkstätten.

Opel brachte zunächst das Stufen- und Fließheck auf den Markt, die sich gegenüber dem im Folgejahr eingeführten Kombi schlecht verkaufen. Um den Lifestyle-Anspruch des Lademeisters zu betonen, entschied sich Opel für einen neuen Beinamen: Die Kombis hießen statt Caravan (wie in den 55 Jahren davor) fortan Sports Tourer.

Neben dem Vectra löste der Insignia auch den Signum ab. 2013 gab es eine Modellpflege mit optischen Änderungen an Front und Heck. Auch Fahrwerk, Motoren und Innenraum wurden überarbeitet. Im gleichen Jahr legte Opel die höhergelegte Kombiversion, den Country Tourer nach.

Alt, aber gut
Gute Gebrauchte bis 5.000 Euro, gibts das überhaupt?
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Beim Gebrauchtwagenkauf kann man viel falsch machen. Da gibt es drei Jahre alte Fahrzeuge, von dem schon bei der ersten Hauptuntersuchung ein Viertel aller Exemplare mit erheblichen Mängeln durchfällt. Oder Autos, von denen zehn Jahre nach ihrer Erstzulassung nur jeder Fünfte einen zweiten Anlauf braucht.

Im TÜV-Report informieren die Sachverständigen jedes Jahr darüber, welche der überprüften Modelle am besten abschneiden. Wie zeigen in der folgenden Auswahl fünf Empfehlungen aus fünf Fahrzeugklassen ...

Erreichbares Sparmobil:
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Die Optik des Toyota Prius muss nicht gefallen, die Verbrauchswerte und Mängelquote tun es aber auf jeden Fall. Der Hybrid schluckt 4,3 Liter Super auf 100 Kilometern (Normverbrauch) und auch nach acht bis neun Jahren und mehr als 100.000 Kilometern Laufleistung fallen nur 13 Prozent wegen erheblicher Mängel durch den TÜV. Die Preise für den japanischen Hybrid beginnen bei unter 5.000 Euro.

Keine Schönheit: Toyota Prius, Bj. 2004
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Im „Auto Bild“-Dauertest über 100.000 Kilometer beeindruckte der Prius II (2003 bis 2009) mit hervorragender Zuverlässigkeit und schloss mit der Traumnote 1 ab. Der 2009 vorgestellte Nachfolger erreichte dieses Top-Ergebnis nicht ganz: Bei ihm brannten auf 100.000 Kilometer zwei Scheinwerferglühlampen durch – eine mehr als beim Prius II. Trotzdem: Note 1.

Bezahlbare Einstiegsmobilität:
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Besonders für sparsame Stadt-Bewohner ist der Mazda2 eine interessante Option - entweder in der Mini-Van-Version, die bis 2007 gebaut wurden oder dem etwas schickeren Kleinwagen-Nachfolger. Beide Modelle zeichnen sich durch ihre Langzeithaltbarkeit aus, rollen überdurchschnittlich oft ohne Beanstandungen vom Hof der Prüfer. Preislich geht es auf den gängigen Internetbörsen bei rund 2.000 Euro los.

Preiswerter Hochsitz:
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Der Honda CR-V schneidet beim TÜV selbst im hohen Alter besser ab als der Durchschnitt der geprüften Autos. Sogar das bei SUV häufig verschleißanfällige Fahrwerk ist solide. Die eigenwillige Robust-Optik hat der Hochbeiner mit dem Generationswechsel ab 2006 abgelegt ...

Honda CR-V
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1996 kam der erste Honda CR-V auf den Markt - noch als recht kantiges Gefährt. Bereits die 2001 eingeführte zweite Auflage hatte deutlich mehr Rundungen im Blech. 2006 folgte die dritte, endgültig zum modernen SUV gereifte Generation.

2010 gab es für sie ein letztes Facelift, bevor im November 2012 die vierte Auflage erschien - mit größerem Kofferraum und mehr Platz für die Passagiere sowie sparsameren Motoren. Neu war auch eine Variante mit Frontantrieb, bis dahin gab es das SUV nur mit Allradantrieb.

Bei alten Modellen (die Preise für einigermaßen gepflegte Exemplare starten bei gut 3.000 Euro) sollte man auf Ausstattung mit ESP achten, bei neuen ist es serienmäßig.

Laut "TÜV Report" schneidet der Honda CR-V bei der HU überdurchschnittlich gut ab
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Auch der ADAC hat an dem SUV-Modell wenig auszusetzen und moniert hauptsächlich Störungen der Wegfahrsperre bei bis 2003 gefertigten Fahrzeugen. Bis zum Baujahr 2001 verzeichnet der Autoclub häufigen Marderbiss an den Zündkabeln. Wie viele Japaner sei auch der CR-V insgesamt ein sehr zuverlässiges Auto.

Unter der Haube des Japaners kommen Otto- oder Dieselmotoren zum Einsatz, allesamt Reihenvierzylinder. Extrem leistungsstarke Motoren fehlen in der Palette, ebenso Downsizing-Aggregate, die aus kleinen Hubräumen vergleichsweise viel Kraft schöpfen. Seit 2001 verrichten je nach Baujahr und Ausführung 2,0 und 2,4 Liter große Benziner die Arbeit, sie leisten zwischen 108 kW/147 PS und 122 kW/166 PS. Die 2,2 Liter großen Selbstzünder kommen auf 103 kW/140 PS beziehungsweise 110 kW/150 PS. Seit 2007 baut Honda Rußpartikelfilter ein.

Das Motorenangebot ist groß. Leistungsspeerspitze sind die OPC-Modelle, die auf maximal 239 kW/325 PS kommen. Die schwächsten Benziner geben 85 kW/115 PS ab. Die seit Beginn der Baureihe installierten Dieselmotoren leisten 81 kW/110 PS bis 143 kW/195 PS. Bei den alternativen Antrieben ersetzte Mitte 2012 eine LPG-Variante mit 103 kW/140 PS die Bio-Ethanol-Variante mit 162 kW/220 PS.

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt kostet ein 2.8 V6 Turbo Sport Tourer 4x4 Sport mit 191 kW/260 PS aus dem Baujahr 2008 laut Schwacke noch durchschnittlich 10 900 Euro - bei etwa 112 800 Kilometern auf dem Tachometer. Im Mittel mit noch 14 250 Euro wird ein 2.0 CDTi Sports Tourer Ecoflex Start/Stop Sport mit 96 kW/130 PS von 2012 gehandelt (78 000 Kilometer). Mit 250 Euro mehr steht der Fließheck 1.4 Turbo LPG Ecoflex Innovation von 2013 in der Statistik (43 200 Kilometer).

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