Peugeot 308 GTi
Der neue Löwen-König

Der stärkste Peugeot aller Zeiten tritt mit 270 PS gegen den VW Golf GTI an. Äußerlich eher dezent, will der Franzose vor allem Alltagsauto sein – aber eines, das bei Bedarf auch auf eine Rennstrecke abbiegen kann.

Das Rezept klingt simpel: Man nehme ein erfolgreiches Kompaktmodell, würze den Motor, verfeinere das Fahrwerk und garniere alles mit einer appetitlichen Optik. Heraus kommt ein Straßensportler, der im Alltagsverkehr eine ebenso gute Figur macht wie auf der Rennstrecke.

Der VW Golf GTI ist seit Jahren das erfolgreichste Beispiel dieser Art Straßen-Machos. Kein Wunder also, dass sich die Ingenieure von Peugeot die Wolfsburger Ikone als Messlatte für die Power-Version ihres eigentlich doch recht braven Familienautos 308 auserkoren haben. Dabei griffen sie tief in den Anabolika-Schrank der hauseigenen Sportabteilung und gaben ihrem GTi gleich 200 kW/270 PS mit auf die Reise.

So ganz nebenbei ist der Viertürer damit auch der stärkste Serien-Peugeot aller Zeiten. Vor allem aber galoppiert er mit 40 Pferden mehr als sein deutscher Rivale, zu einem allerdings auf den ersten Blick happigen Grundpreis von knapp 35.000 Euro.

Kerniger Motorsound vom Computer

Beim Rundgang um die Pariser Mucki-Bude auf 19-Zoll-Rädern sticht die unter der Haube schlummernde Kraft nicht wirklich ins Auge. Sicher, der 308 GTi kauert sich 1,1 Zentimeter tiefer auf die Straße, atmet durch drei gewaltige Lufteinlässe unter dem Stoßfänger ein und durch zwei dominante Endrohre am Heck wieder aus. Allerdings spart sich Peugeot bewusst protzige Spoiler, dicke Kotflügelbacken oder sonstige Accessoires.

„Unsere Kunden wollen nicht auffallen, sondern sich auch im Alltag an der Eleganz eines 308 erfreuen“, begründet Projektleiter Jean-Philippe Lamy die optische Zurückhaltung. Ähnliches gilt für den Verzicht auf den mittlerweile üblichen Radau, der per Knopfdruck und Fernsteuerung einer Klappe im Abgassystem aktiviert werden kann. „Das Geld haben wir uns gespart und lieber anderswo eingesetzt“, erläutert Lamy.

Im Kurvengeschlängel der Bergstraßen rund um Porto, sind dann aber doch andere Töne zu hören. In der Stellung „Sport“ des Knopfes vor dem Schaltknüppel wird ein etwas kernigerer, per Computer komponierter Motorsound per Lautsprecher an die Ohren der Insassen geleitet. Ein netter, preisgünstiger Gag, der die Umwelt allerdings nichts von der Kraft des 1,6-Liter-Vierzylinders ahnen lässt.

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