Piaggio X10-500
Luxusroller mit Pepp und App

Als drittes Modell seiner X10-Baureihe hat Piaggio jetzt das Spitzenmodell X10-500 präsentiert. Clou ist sein Beitrag zur Selbstfindung: Er meldet seinem Fahrer per App, wo er geparkt wurde.
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DüsseldorfAls drittes Modell seiner X10-Baureihe hat Piaggio jetzt das Spitzenmodell X10-500 präsentiert. Der mit einem 30 kW/41 PS starken Einzylinder-Viertaktmotor ausgerüstete Maxiscooter stellt mit seiner umfangreichen Ausstattung das Roller-Flaggschiff der Italiener dar. Als technische Besonderheiten weist er neben einer Traktionskontrolle ein elektronisch einstellbares Federbein sowie eine serienmäßige Multimedia-Plattform auf. Sie überträgt zahlreiche Informationen per Bluetooth auf ein leicht am Lenkkopf zu montierendes iPhone übertragen werden können. Doch auch ohne High-Tech-Spielereien stellt der X10-500 einen ernstzunehmenden Wettbewerber im Segment der Großroller dar.

Bisher umfasst die X-10-Baureihe einen 125-er sowie einen ausreichend agilen 350er. Der 500er kann fahrdynamisch selbstverständlich alles besser: Ein maximales Drehmoment von 46 Nm bei 5 250 U/min und 30 kW/41 PS bei 7 250 U/min reichen, um sich auch auf der Landstraße in Szene zu setzen. Später auf der Autobahn beschleunigt der Vierteltonner bis 120 km/h dann dezenter. Das Vierventil-Triebwerk erreicht die Euro-3-Norm, läuft kultiviert und vibrationsarm. Für eine ernsthafte Verbrauchsmessung war die erste Testfahrt noch zu kurz; je nach Fahrweise ist mit vier bis fünf Litern Superbenzin pro 100 Kilometer zu rechnen. Der 15,5-Liter-Tank ist damit gut für 250 Kilometer Reichweite.

Hervorragend ist das Platzangebot des elegant wirkenden X10 für Fahrer und Sozius. Sowohl der Beinraum wie der voluminöse Sitz gefallen, dank einer Sitzhöhe von nur 760 Millimetern und einer sehr schlanken Fahrzeug-Taille haben auch kleinere Personen keine Probleme mit dem Bodenkontakt der Füße. Weniger gut sieht es mit dem Fassungsvermögen des Untersitz-Stauraums aus; ein Integralhelm findet nur seitlich liegend Platz, ein zweiter Helm wegen des größeren Triebwerks gar nicht. Es gibt zusätzlich drei kleinere Staufächer in der Fahrzeugfront.

Der Windschutz ist sehr gut, der Fahrkomfort insgesamt ebenfalls, was nicht zuletzt dem liegend montierten und gut abgestimmten Mono-Federbein zu verdanken ist. Seine Vorspannung kann auf Knopfdruck stufenlos verstellt werden. Die Varianz der Federverstellung ist deutlich spürbar. Dank einer 41-Millimeter-Telegabel und einer stabilen Rohrrahmen-Konstruktion ist die Fahrstabilität des X10-500 auch auf schlechteren Straßen gut. Die Dreischeiben-Bremsanlage mit Dreikanal-ABS sowie Kombibremse für vorne und hinten ist allen Anforderungen locker gewachsen. Pfiffig ist die mit dem Seitenständer kombinierte Feststellbremse für den 242 Kilo schweren Automatik-Roller.

Serienmäßig bringt der 7.790 Euro teure Piaggio X10-500 ein Übertragungsmodul zur Piaggio Multimedia Plattform PMP mit. Wer in einem optionalen iPhone-Halter sein Apple-Smartphone auf dem Lenkkopf montiert und mit USB-Kabel ans Bordnetz anschließt, erhält per Bluetooth zahlreiche Daten geliefert. Das Angebot reicht von Navigationshilfen bis zu einer kompletten Datensammlung einer absolvierten Tour. Fahrzeugspezifische Informationen wie aktuelle Motorkraft, Beschleunigung, Verzögerung, Schlupf und Schräglage werden auch angezeigt.

Als Clou merkt sich das System, für die eine kostenlos im Apple-Store erhältliche App erforderlich ist, den jeweils letzten Standplatz des Rollers. Wer dann beispielsweise in einer ihm fremden Stadt die Orientierung verloren hat, findet seinen X10 dank dieses Helferleins problemlos wieder.

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