Porsche Cayman GT4: Der kleine Alligator zeigt Zähne

Porsche Cayman GT4
Der kleine Alligator zeigt Zähne

Von wegen Elfer für Arme. Jetzt räumt Porsche noch die letzten Zweifel an den Ambitionen des Cayman aus. Zum ersten Mal gibt es den Zweisitzer als GT-Version, die echte Rennsport-Atmosphäre auf die Straße holt.
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BerlinAls Meister der Variantenvielfalt bringt Sportwagenhersteller Porsche eine Rundstrecken-Version des kleinen Sportlers Cayman auf den Markt. Der GT4 basiert auf dem Cayman, hat aber viele Komponenten der größeren Elfer, von 911 S und GT3. Ab 85.776 Euro ist der 283 kW/385 PS starke Zweisitzer ab sofort zu bestellen. Für rund 10.000 Euro Aufpreis zum normalen Cayman S gibt es vor allem mehr Leistung und die aufwändigere Technik.

Innen tobt dann der 3,8 Liter große Boxer-Motor aus dem Carrera S, der auf 283 kw/385 PS und bis zu 420 Newtonmeter kommt und das bisherige Spitzenmodell mit seinen 239 kW/325 PS und 370 Nm vergleichsweise zahnlos wirken lässt. Und damit die Kraft nicht nur auf der Geraden gut auf die Straße kommt, gibt es neben der Vorderachse aus dem 911 GT3 eine ausgefeilte Aerodynamik.

Mit einem neuem Bugspoiler und dem großen, fest montierten Heckflügel, den weit ausgestellten Kiemen in den Flanken und einem markanten Lüfterschlitz in der Fronthaube erzeugt der Cayman erstmals Abtrieb an beiden Achsen.

Damit klebt er förmlich auf der Straße und erlaubt Kurvengeschwindigkeiten hart an der Grenze der Fahrphysik. Das große Aufsehen gibt es gratis obendrein: So breit und bullig, wie das Coupé jetzt über die linke Spur fliegt, räumen alle anderen freiwillig die Bahn.

Stärkerer Motor, strammeres Fahrwerk, schärferes Design und Fahrleistungen fast auf dem Niveau des Porsche 911 - das allein dürfte vielen Kunden schon den hohen Aufpreis wert sein. Doch mehr noch als in der Theorie punktet der Cayman in der Praxis.

Der Motor bissig, die Federung knochentrocken und das Fahrverhalten kompromisslos direkt und von so wenig Elektronik wie möglich verfälscht, dazu ein Sprintwert von 4,4 Sekunden und ein Spitzentempo von 295 km/h - selten hat ein Porsche in den letzten Jahren so ein emotionales, echtes und ehrliches Fahrerlebnis geboten wie der GT4.

Auch wenn das Steuern des schnellen Kraftbündels Fahrern schon mal einiges abverlangt, steht über allem eine grenzenlose Fahrfreude. Der sportliche Anspruch wird durch eine puristische Ausstattung unterstrichen. Wer das Gewicht noch weiter reduzieren möchte, wählt einfach die Klimaanlage ab oder baut kleinere Tanks ein.

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Tribut an die Generation Playstation

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