Porsche Cayman GT4 Der kleine Alligator zeigt Zähne

Von wegen Elfer für Arme. Jetzt räumt Porsche noch die letzten Zweifel an den Ambitionen des Cayman aus. Zum ersten Mal gibt es den Zweisitzer als GT-Version, die echte Rennsport-Atmosphäre auf die Straße holt.
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Dabei zeugen nicht nur Motorleistung, Design und Ausstattung, sondern auch der Preis von hohem Niveau. Quelle: dpa
Der Porsche Cayman GT4 soll Ende März die Spitze der Baureihe anführen.

Dabei zeugen nicht nur Motorleistung, Design und Ausstattung, sondern auch der Preis von hohem Niveau.

(Foto: dpa)

BerlinAls Meister der Variantenvielfalt bringt Sportwagenhersteller Porsche eine Rundstrecken-Version des kleinen Sportlers Cayman auf den Markt. Der GT4 basiert auf dem Cayman, hat aber viele Komponenten der größeren Elfer, von 911 S und GT3. Ab 85.776 Euro ist der 283 kW/385 PS starke Zweisitzer ab sofort zu bestellen. Für rund 10.000 Euro Aufpreis zum normalen Cayman S gibt es vor allem mehr Leistung und die aufwändigere Technik.

Innen tobt dann der 3,8 Liter große Boxer-Motor aus dem Carrera S, der auf 283 kw/385 PS und bis zu 420 Newtonmeter kommt und das bisherige Spitzenmodell mit seinen 239 kW/325 PS und 370 Nm vergleichsweise zahnlos wirken lässt. Und damit die Kraft nicht nur auf der Geraden gut auf die Straße kommt, gibt es neben der Vorderachse aus dem 911 GT3 eine ausgefeilte Aerodynamik.

Nur für Fans scharfer Kurven
Geborgter Antrieb
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In dem 4,48 Meter langen Sportwagen steckt der 3,8 Liter große Boxer-Motor aus dem Carrera S.

Ab 85.776 Euro und ab sofort zu bestellen
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Seine offizielle Premiere feierte der Cayman GT4 auf dem 85. Genfer Autosalon.

Die Spitze der kleinen Porsche-Baureihe
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Mit stärkerem Motor, strammerem Fahrwerk und schärferem Design erkämpft sich der Cayman GT4 Anschluss an den Porsche 911.

Blick in den Innenraum
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Fahrer und Beifahrer nehmen in Leder-Alcantara-Sportsitzen Platz. Das Sportlenkrad ist serienmäßig, weitere Rundstrecken-Extras wie Keramikbremsanlage oder Sport-Chronopaket sind ebenfalls erhältlich.

Neues Heck
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Auch bei einem Spitzentempo von 295 km/h haftet der Cayman dank seines verbesserten Abtriebs sicher auf dem Asphalt.

Der Porsche Cayman GT4 soll Ende März die Spitze der Baureihe anführen.
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Dabei zeugen nicht nur Motorleistung, Design und Ausstattung, sondern auch der Preis von hohem Niveau.

Ganz nah am Asphalt
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Von der Rundstrecken-Variante des 911, dem GT3, übernimmt der drei Zentimeter tiefer gelegte Zweisitzer zum Beispiel Fahrwerks-Komponenten sowie die Bremsanlage. So ausgerüstet platziert sich der Sportler mit einer Rundenzeit von sieben Minuten und 40 Sekunden auf der Nürburgring-Nordschleife.

Mit einem neuem Bugspoiler und dem großen, fest montierten Heckflügel, den weit ausgestellten Kiemen in den Flanken und einem markanten Lüfterschlitz in der Fronthaube erzeugt der Cayman erstmals Abtrieb an beiden Achsen.

Damit klebt er förmlich auf der Straße und erlaubt Kurvengeschwindigkeiten hart an der Grenze der Fahrphysik. Das große Aufsehen gibt es gratis obendrein: So breit und bullig, wie das Coupé jetzt über die linke Spur fliegt, räumen alle anderen freiwillig die Bahn.

Stärkerer Motor, strammeres Fahrwerk, schärferes Design und Fahrleistungen fast auf dem Niveau des Porsche 911 - das allein dürfte vielen Kunden schon den hohen Aufpreis wert sein. Doch mehr noch als in der Theorie punktet der Cayman in der Praxis.

Wer sich hinter das Steuer setzt, hat 283 kW/385 PS unter Kontrolle zu bringen. Quelle: dpa
Der Sprintwert von 4,4 Sekunden bietet ein besonderes Fahrerlebnis

Wer sich hinter das Steuer setzt, hat 283 kW/385 PS unter Kontrolle zu bringen.

(Foto: dpa)

Der Motor bissig, die Federung knochentrocken und das Fahrverhalten kompromisslos direkt und von so wenig Elektronik wie möglich verfälscht, dazu ein Sprintwert von 4,4 Sekunden und ein Spitzentempo von 295 km/h - selten hat ein Porsche in den letzten Jahren so ein emotionales, echtes und ehrliches Fahrerlebnis geboten wie der GT4.

Auch wenn das Steuern des schnellen Kraftbündels Fahrern schon mal einiges abverlangt, steht über allem eine grenzenlose Fahrfreude. Der sportliche Anspruch wird durch eine puristische Ausstattung unterstrichen. Wer das Gewicht noch weiter reduzieren möchte, wählt einfach die Klimaanlage ab oder baut kleinere Tanks ein.

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