
Der technikbegeisterte Alois Ruf, 61, leitet seit 1974 den Kleinserienhersteller Ruf Automobile in Pfaffenhausen im Allgäu. 65 Mitarbeiter sind vor allem damit beschäftigt, die Rohkarossen, die der Sportwagenhersteller Porsche liefert, nach Kundenwunsch auszustatten.
Herr Ruf, in den nächsten Wochen bringen Sie eine Elektroversion des Porsche 911 auf den Markt. Der strombetriebene Sportwagen Tesla Roadster ist seit 2008 in Serie. Kommen die Elektro-Porsche von Ruf nicht drei Jahre zu spät?
Ruf: Ich glaube nicht. Tesla Motors war lange das einzige Unternehmen, das ein akzeptables elektrisch betriebenes Auto im Programm hatte. Alle anderen Fahrzeuge waren auf dem Niveau von Seifenkisten. Deshalb wurde die Elektromobilität auch nicht ernst genommen. Wir wollten ebenfalls in diese Highend-Region vorstoßen. Daimler geht den umgekehrten Weg: Die Stuttgarter bauen zuerst zweisitzige e-Smarts, der Sportwagen e-SLS kommt erst 2013. BMW hat den e-Mini. Sowohl Smart als auch Mini werden aus gutem Grund nur vermietet. Sie würden so viel kosten wie ein kleiner Sportwagen.
Weder der eRuf noch der Tesla Roadster sind neue Autos, sondern haben als Basis einen bestehenden Sportwagen.
Ruf: Das macht die Sache so spannend. Sowohl der Porsche 911 als auch der Lotus Elise - auf dem der Tesla basiert - sind auf dem Markt etablierte und sehr begehrte Fahrzeuge. Unser Vorteil gegenüber dem Tesla ist, dass der Porsche 911 deutlich größer ist als die Lotus Elise. Wenn Sie in einen Tesla einsteigen, brauchen Sie einen Schuhlöffel. Unser eRuf Roadster dagegen hat vorn den gewohnten Kofferraum des 911 und zudem locker Platz für zwei Meter große Insassen - mehr als sonst beim Porsche üblich.

Sie planen, erste emissionsfreie eRuf-Fahrzeuge in Kleinserie von zehn Stück im Jahr zu bauen. Ist das mehr als ein ökologisches Feigenblatt?
Ruf: Ja. Es ist ein Herzenswunsch. Ruf hat immer schon nur Kleinstserien gebaut. 10 Fahrzeuge mit E-Motoren bei insgesamt 30 Fahrzeugen im Jahr sind für uns kein Feigenblatt. Wir verkaufen nicht nur die Autos, wir erzeugen zugleich die für das emissionsfreie Fahren benötigte Energie: Seit 15 Jahren betreiben wir vier Wasserkraftwerke mit zusammen 32 Megawattstunden Leistung. Das reicht, um 3.500 eRuf Roadster pro Jahr jeweils 40.000 Kilometer weit fahren zu lassen.
Wie viel wird der Elektro-Porsche kosten?
Ruf: Es ist ein Auto für Individualisten. Die werden auch verzeihen, dass der Elektro-Porsche keine Rücksitze und keine Klimaanlage hat und als Roadster dennoch 300.000 Euro kostet. Bisher schlägt allein die Lithium-Ionen-Batterie mit rund 100.000 Euro zu Buche. Dennoch ist es mein Ziel, in Zukunft einmal einen eRuf auf 911er-Basis zwischen 160.000 und 180.000 Euro anbieten zu können.
32MWh? Ja, das ist das Leid mit Redakteuren, die Arbeit und Leistung und alles andere stets verwursten. Frage an die Red.: sind nach der Abgabe von 32MWh die Wasserkraftwerke ausgetrocknet? Sicher nicht. Entweder liefern Sie diese Menge elektrischer Energie in einem Jahr (anzunehmen) oder der glückliche Herr Ruf besitzt Wasserkraftwerke mit 32MW Gesamtleistung - da bräuchte er aber keine Porsches mehr teuer zu verkaufen - er könnte einfach ein paar verschenken...
Recht hat er der Herr Ruf. Drehmoment und (die lineare) Leistungsentfaltung sind Klassen besser als bei der "Dampfmaschine". Hybrid ist Unsinn - nochmals Recht. Als Elektro-Kleinwagenfahrer (Th!nk - seit 10 Jahren käuflich) kann ich nur bestätigen - die Zukunft fährt (wenn überhaupt) Elektromotorisch (oder mit dem Rad...)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass Herr Ruf ihrem Redakteur gesagt hat, das seine Firma Wasserkraftwerke mit 32 Megawattstunden Leistung betreibt. So ein Unsinn würde kein Ingenieur sagen.
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