Premium-Bediensysteme im Test
So wurde getestet

Nahezu jede Redaktion der Auto-Fachmagazine hat eigene Testkriterien für Navigations- und Bediensysteme festgelegt. Bei diesem Test hat der ACE mit der Uni Salzburg zusammengearbeitet und wissenschaftliche Methoden gewählt.
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Braunau/SalzburgIm Rahmen der Auto-Klinik hat der Auto Club Europa (ACE) untersucht, wie stark die Bedienung vom Verkehrsgeschehen ablenkt. Für den ersten HMI-Test hat der Autoclub die komplexen Topsysteme von Audi, BMW und Mercedes gewählt. Um repräsentative Ergebnisse zu erreichen, kamen zwölf Probanden – in drei Altersklassen (von 20 bis 65 Jahren) mit jeweils zwei Frauen und zwei Männern – zum Einsatz. Sie hatten pro Fahrzeug fünf verschiedene Aufgaben zu bewältigen.

Gefahren wurde auf der abgesperrten Teststrecke des Zulieferers Audio Mobil in Braunau, Österreich. Zur Aufgabenstellung und der anschließenden Zeitmessung begleitete immer ein Wissenschaftler die Fahrten. Auch die Blickrichtung und -dauer wurden im Rahmen der Untersuchung mithilfe einer speziellen Kamera erfasst. Das sogenannte Eyetracking zeichnet den Test aus Probandensicht auf. Zusätzlich befindet sich im Fahrzeug eine weitere Kamera, die auf das Cockpit gerichtet ist.

Nach jeder Testfahrt wurden die Probanden interviewt. Dabei gingen die persönlichen Eindrücke zum Schwierigkeitsgrad der einzelnen Aufgaben ebenso in das Ergebnis ein wie die Attraktivität. Zur Erhebung der Arbeitsbelastung des Fahrers nutzte das Testteam einen von der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa entwickelten Fragebogen. Neben den zwölf Probanden, die allesamt keine Erfahrungen im Umgang mit den getesteten Systemen hatten, nahmen auch sechs Interface-Profis am Test teil. Sie untersuchten den Bedienungsaufwand und die Übersichtlichkeit anhand der von Wissenschaftlern der Universität Salzburg erstellten Richtlinien.

Die Auswertung der gesammelten Daten erfolgte im Christian-Doppler-Labor der Salzburger Uni.

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