Reifen-Test 2012: Welche Sommerreifen zur Gefahr werden

Reifen-Test 2012
Welche Sommerreifen zur Gefahr werden

Jetzt ist es soweit: Der Frühling dräut, der mobile Mensch denkt über Sommerreifen nach. ACE, GTÜ, Stiftung Warentest und ADAC haben die aktuellen Kandidaten auf Stärken und Schwächen getestet.
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Düsseldorf/Stuttgart/MünchenEs ist ja mittlerweile nicht mehr neu, doch es zeigt sich immer wieder in erschreckender Weise, dass keine Billigreifen den Aufgaben, den Wagen sicher in der Spur zu halten und auf möglichst kurzem Weg abzubremsen, gerecht wird. Das zeigen wieder die jüngsten Sommerreifentests des Auto Club Europa (ACE, gemeinsam mit GTÜ), bei dem die Tester 15 Pneus auf den Zahn fühlten, und dem ADAC bzw. der Stiftung Wartentest.

Bei ACE und GTÜ mussten Pellen in der populären Größe 205/55 R 16 ihre Fähigkeiten bei Nass- und Trockenhaftung, Handling, Abrollgeräusch und Rollwiderstand unter Beweis stellen. Beim ADAC wurden Reifengröße für Kleinstwagen (165/70 R 14 T) getestet, und (wie beim ACE) die Dimension 205/55 R16 V als eine der meistverkauften Reifengrößen.

Zusätzlich nahmen die Münchener noch die Größe 215/65 R16 H genauer unter die Lupe, die als wichtige Größe für kleinere SUVs gilt.

ACE und GTÜ stellten abschließend fest: So groß wie die Preisunterschiede sind auch die Differenz in der Qualität. Bei gut 200 Euro für einen Satz der Billigheimer starten die Preise, für hochwertige Markenreifen werden aber teils über 400 Euro fällig.

Geschlagene 83 Meter bis zum Stillstand brauchte der Pneu der Billig-Marke Rotalla bei einer Bremsung aus einer Geschwindigkeit von 100 km/h. Damit wäre der Pkw noch mit einer Geschwindigkeit von 49,3 km/h an dem Punkt vorbeigerauscht, an dem er mit dem ACE-Testsieger von Continental zum Stillstand gekommen war, der auch der teuerste Reifen im Test war.

Ergebnisse des ACE-GTÜ-Sommerreifentests 2012 im Überblick

Ein ähnlich miserables Ergebnis lieferten beim ACE-Test die Billiggummis von Goodride und High Performer. Ganz vorne landete der Continental Premium Contact 5 knapp vor dem Dunlop SP Sport Fast Response. Ausschließlich diese beiden Reifen bekamen von den Testern das Urteil „sehr empfehlenswert“. Auf Rang drei folgten punktgleich die Kandidaten von Semperit, Fulda, Hankook und Nokian.

Eine perfekte Symbiose von Sicherheit in Form kurzer Bremswege und ökonomischer Effizienz in Form von Kraftstoffersparnis sei den Reifenentwicklern zwar noch nicht geglückt, heißt es beim ACE, doch einige Hersteller konnten durchaus Fortschritte erzielen.

Einen Beweis dafür liefern laut ACE der Fulda Eco-Control HP und der Goodyear EfficientGrip. Beide Reifen, die - wie die Namen schon nahe legen - auf geringen Rollwiderstand hin optimiert wurden. Dennoch sind mit beiden Reifen auch auf nasser Fahrbahn relativ kurze Bremswege möglich.

ADAC Sommerreifen-Test Ergebnisse 165 - 70 R 14 T

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Was beim ADAC-Test heraus kam

Kommentare zu " Reifen-Test 2012: Welche Sommerreifen zur Gefahr werden"

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  • @mondahu: Läufst du im Sommer auch mit Winterstiefeln rum?

    Ganz ehrlich? Mich hätte es mit Winterreifen mal im Frühjahr als es schon recht warm war fast aus der Kurve getragen, weil das Heck auf Grund den weichen Reifen weggeschmiert ist! Also bitte auch mal an die eigene Sicherheit denken!

    Auch Ganzjahresreifen sind für mich indiskutabel!

  • Super Idee ! Und nach einer Saison ist die weiche Wintergummimischung dann komplett abgefahren. Da hast Du ja richtig Geld gespart !

  • Wer braucht denn noch Sommerreifen? Das war einmal als Wintereifen noch grobe, laute Klötze waren. Heute fährt man das ganze Jahr Winterreifen, das macht nicht mehr Lärm, ist der bessere Schutz gegen Aquaplaning (mehr negatives Profil), bremst genauso gut, ist schnell genug (bis 190 km/h), braucht keinen zweiten Satz Felgen, kostet weder Zeit noch Trinkgeld für den Wechsel. Was soll*s also?

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