Rekordzahl von Ausstellern bei Nutzfahrzeugs-Messe
Senkung von Verbrauch und Emissionen im Mittelpunkt

Eine Rekordzahl an Ausstellern präsentiert sich diese Woche in Hannover auf der Internationalen Automobilausstellung für Lkw, Busse und Transporter, der "62. IAA Nutzfahrzeuge" . Trotz abflauender Weltkonjunktur hat die Leistungsschau seit der letzten Nutzfahrzeugmesse vor zwei Jahren kräftig zugelegt. Umweltfreundlichkeit soll im Vordergrund stehen.

HB HANNOVER. Die Zahl der Aussteller hat sich gegenüber der vergangenen Lkw-Messe im Jahr 2006 um ein Drittel auf 2 066 Unternehmen erhöht. Die Ausstellungsfläche ist mit 275 000 Quadratmetern um zehn Prozent gewachsen. Am Dienstag beginnen auf dem Messegelände in Hannover die Pressekonferenzen der Hersteller aus dem In- und Ausland. Am Donnerstag öffnet die Ausstellung auch für das Publikum ihre Tore.

Auch wenn das Motto "Für alle unterwegs" die Funktion von Lkw, Bussen und Transportern für Bürger und Wirtschaft betont, steht nach Angaben des Präsidenten des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, der nachhaltige und umweltfreundliche Einsatz von Nutzfahrzeugen im Mittelpunkt der Messe. Themen seien etwa "der geringere Kraftstoffverbrauch und die kontinuierliche Minderung von Emissionen", sagte der VDA-Chef in einem Messeausblick.



Erstmals deutlich mehr ausländische als inländische Unternehmen

Vor allem für Stadtbusse und Transporter werden in Hannover Hybridantriebe, Elektro- und Erdgasmotoren als alternative Antriebslösungen präsentiert. Aber auch herkömmliche Diesel- und Ottomotoren sollen durch ein optimiertes Verhältnis von Leistung und Gewicht zur CO-2-Reduktion beitragen. Bei den neuen Fahrzeugen auf der Messe senken zudem Partikelfilter die Feinstaubemissionen und neue Dämpfer den Lärm, den Lkw und Busse verursachen.

Die Aussteller aus dem Ausland sind mit einem Anteil von 57 Prozent erstmals eindeutig in der Mehrheit. Von den 1 183 ausländischen Nutzfahrzeug-Unternehmen kommen 148 aus Italien, 136 aus der Türkei und 133 aus China, das seine Ausstellerzahl gegenüber der vergangenen Messe fast verdreifacht hat. In China und Indien werden nach einer neuen Studie der Unternehmensberatung McKinsey heute schon mehr als 40 Prozent aller Lkws verkauft, dabei werden jedoch nur 20 Prozent des weltweiten Umsatzes erzielt. In Westeuropa ließen sich mehr als doppelt so hohe Preise erzielen. Insgesamt verkauften die Lkw-Hersteller nach der Studie 2007 weltweit rund 2,3 Millionen Neufahrzeuge für 100 bis 110 Milliarden Euro.

Die Zulieferer und Hersteller von Nutzfahrzeug-Teilen bilden mit 1 217 Unternehmen die größte Ausstellergruppe. Auch sie wollen Wissmann zufolge eine Beitrag zur CO-2-Minderung leisten. Sie präsentieren in Hannover etwa leichtere Bauteile, die Sprit sparen helfen, oder auch neueste Reifen mit deutlich geringerem Rollwiderstand.

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