Relativ moderater Spritverbrauch
Jaguars sportlichstes Modell ist ein Coupé

Der XKR sieht beim flüchtigen Hinsehen kaum anders aus, als sein 118 PS schwächeres Pendant ohne „R“. In Wagenfarbe lackierte Lüftungsschlitze auf der Motorhaube, die beim genauen Blick den Schriftzug „Supercharged“ (Kompressor geladen) freigeben, sind ein Erkennungsmerkmal.

dpa-infocom HAAR. Außerdem sind die seitlichen Luftauslässe in den vorderen Kotflügeln in Alufinish gehalten. Zudem prangt ein „R“ rechts am Heck und auf den schwarz lackierten Bremssätteln. Der Innenraum des XKR unterscheidet sich ebenfalls wenig von dem des XK. Die Sitze sind bequem, zumal sich der Seitenhalt per Drehregler in der Tür optimal einstellen lässt. Nachts schimmert das Ambientelicht aus zwei Dioden an der Decke. Die Instrumente sind nicht allzu groß, geschmackvoll und sehr klar abzulesen. Die helle Ausstattung verstärkt das großzügige Raumgefühl. Das gesamte Interieur wirkt passgenau verarbeitet. Im Dunkeln profitiert der Fahrer von den guten Xenon-Scheinwerfern des Wagens.

Jaguar bietet den XKR als 2+2-Sitzer an. Vorne ist jede Menge Raum für Menschen mit bis zu 1,90 Meter Körpergröße. Hinten ist es jedoch sehr eng. Für das Gepäck stehen somit die Rückbank und ein 300-Liter-Kofferraum zur Verfügung. Wegen der großen nach oben aufschwingenden Heckklappe ist das Gepäckabteil eines der am besten zugänglichen im Automarkt. Der XKR fährt mit einem sportlich abgestimmten Cats-Fahrwerk (Computer Active Technology Suspension). Sensoren überwachen ständig die Bewegungen der Karosserie und steuern die Federung, um Wanken und Aufschaukeln zu vermeiden.

Grundsätzlich ist der XKR recht hart abgestimmt, im Zusammenhang mit den serienmäßig verbauten 19-Zoll-Niederquerschnittsreifen kommt es bei Bodenunebenheiten zu lauten Geräuschen. Allerdings werden Erschütterungen spätestens mit Hilfe der luxuriösen Ledersitze gedämpft. In lang gezogenen oder engen Kurven arbeitet das Fahrwerk vorbildlich: Nur ganz leichtes Wanken vermittelt ein sicheres Fahrgefühl. Nickbewegungen beim Bremsen und Anfahren werden vom XKR unterdrückt. Selbst steile Parkhausauffahrten und unebene Feldwege sind für den Briten kein Problem, die Bodenfreiheit reicht auch für leichtes Gelände abseits der Straße.

Laufruhiger Motor

Alles unter 300 PS scheint Jaguar nicht sportlich genug zu sein. Warum sonst stellt der englische Hersteller dem 298-PS-Modell XK noch einen 416-PS-XKR beiseite? Beim sanften Gasgeben grummelt der Motor ruhig vor sich hin. Beim heftigen Gasgeben zieht der Wagen kräftig nach vorne und klingt dabei beeindruckend. Kurz nach der 4 000-U/min-Marke ist der Sound am besten.

In beachtlichen 5,2 Sekunden erreicht der XKR die 100-km/h-Marke. Bei 250 km/h wird der Vortrieb elektronisch abgeregelt. Wenn man mit Vollgas fährt, wird vom Bordcomputer ein Durchschnittsverbrauch von 34,7 Liter ausgewiesen. Läuft der Wagen zwischen 3 500 und 4 000 Touren, werden bei zirka 170 km/h gerade mal 13,0 Liter verbraucht. Für den Zwischensprint sind dann die immensen Kraftreserven da.

Den XKR gibt es ausschließlich mit einer Sechsstufen-Automatik. Diese ist sportlich ausgelegt und schaltet unter Vollgas bei ungefähr 6 000 U/min in den nächsten Gang. Die Schaltvorgänge verlaufen ohne Ruckeln. Alternativ kann mit den Paddles am Lenkrad geschaltet werden.

Fazit: Kultivierte Kraft

Der XKR entfaltet seine enorme Kraft sehr kultiviert. Wer beim Fahren mit seinem Gasfuß bewusst umgeht, muss nicht mit zu starkem Spritverbrauch rechnen. Der Einstiegspreis für den gut ausgestatteten Jaguar XKR beträgt 97 500 Euro.

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