Renault: Im Cockpit hält moderne Technik Einzug
Neuer Twingo: Mit dynamischer Optik auf Männerfang

Die zweite Generation des Renault Twingo ersetzt den seit 1993 fast unverändert gebauten Ur-Twingo, einen der Bestseller im Kleinstwagen-Segment.

dpa-infocom HAAR. Mit den drolligen Frontleuchten, dem praktischen Faltdach und dem pfiffigen Innenraumkonzept hatte der Kleinwagen seinerzeit vor allem weibliche Fans. Trotz des Erfolgs hat Renault das Design beim Nachfolger vollkommen verändert. Der neue Twingo soll mit seiner eher dynamischen Optik auch Männern gefallen. Ab dem 7. September ist der Wagen erhältlich. Aber nicht nur das Design hat sich verändert. Ein Viersitzer mit drei Türen ist der Twingo zwar nach wie vor. Doch mit 3,60 Meter ist der neue Twingo gleich 17 Zentimeter länger als der Vorgänger. Im Inneren wird das durch die große Beinfreiheit auf den Rücksitzen spürbar. Eines der Markenzeichen des Vorgängers war die verschiebbare Rückbank. Beim neuen Twingo gibt es hier je nach Ausstattungsversion verschiedene Lösungen. Die Variante GT hat eine feststehende Rückbank. Die optional verfügbaren Einzelsitze lassen sich längs verschieben und Platz sparend in die Senkrechte bewegen. Auch die Beifahrersitz-Lehne lässt sich zum Transport langer Gegenstände umklappen. Der neue Twingo ist also im Innenraum variabel.

Das Cockpit des Twingo ist weiter unverkennbar. Auf die Hupe drückt man weiterhin einen Knopf am Blinkhebel - typisch französisch eben. Wie beim Vorgänger befinden sich die Instrumente in der Mitte des Armaturenbretts. Der Platz hinter dem Lenkrad wird beim GT von einem analogen Drehzahlmesser besetzt. Das optionale Faltschiebedach des Ur-Twingo wird durch ein großes Glaspanoramadach ersetzt, das zwar im geschlossenen Zustand mehr Licht einlässt, sich aber nicht so weit öffnen lässt. Ansonsten hält moderne Technik Einzug. So sind nun zum Beispiel Licht- und Regensensor bestellbar, ebenso wie eine elektronische Einparkhilfe und ein Anschluss für den ipod.

Wegen der weichen Sitzaußenteile sollte man nicht zu schnell in Biegungen einfahren. Das empfiehlt sich auch, weil sich der Twingo gehörig in die Kurve neigt. Kleine Unebenheiten schluckt er ganz gut. Ein Fahrzeug für lange Autobahnetappen ist der Twingo aber ebenso wenig wie ein Serpentinen-Spezialist. Wer es in der Kurve übertreibt, kann nicht auf das Anti-Schleudersystem ESP bauen. Es soll erst ab 2008 verfügbar sein.

Erstmals ein Diesel und ein Turbobenziner

Bei den Motoren mischen sich Altbekanntes und Neues. Erstmals gibt es einen Diesel im Twingo. Ganz neu ist auch ein 1,2-Liter-Turbobenziner mit 100 PS. Mit dem Top-Triebwerk, das stets mit einem problemlos zu schaltenden Fünfgang-Getriebe kombiniert wird, spurtet der Twingo in 9,8 Sekunden auf Tempo 100. Mit 5,9 Liter Super braucht der Twingo TCE nur wenig mehr als das Einstiegsmodell mit 58 PS.

Kaum teurer als der kleinere Vorgänger

Der neue Einstiegs-Twingo kostet mit 9 250 Euro kaum mehr als der alte. Allerdings ist der Twingo nicht üppig ausgestattet: Nur zwei Airbags sorgen für die Sicherheit, außerdem das inzwischen in fast jedem Auto vorhandene ABS und ein Bremsassistent. Luxus in dieser Klasse sind allerdings die elektrischen Fensterheber vorne sowie die Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. Die Version Twingo 1.2 16V TCE GT kostet 12 400 Euro.

Fazit: Statt drolliger Frontleuchten größer und kantiger

1993 war der Twingo mit seinen freundlichen Frontleuchten noch ein außergewöhnliches Auto. Der Nachfolger bietet jedoch mehr Beinfreiheit, moderne Technik im Innenraum und ein ordentliches Fahrwerk.

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