Riesiger Sechssitzer mit starkem V8
Mercedes R 500: Die S-Klasse hält Einzug im Van-Segment

Nischen füllen und kein Ende: Auch Mercedes ist dabei, so ziemlich jedes denkbare Bedürfnis an Mobilität zu bedienen. Setzt die Sternmarke ihre Modelloffensive fort, könnten ihr schon bald die Buchstaben ausgehen.

HB HAAR. Denn kurz nach der B-Klasse kommt im Oktober 2005 der große Bruder R-Klasse auf den Markt. Zunächst jedoch in den USA, in Deutschland wird der Sechssitzer erst 2006 zu haben sein.

Stattlich, wertig und dynamisch, so präsentiert sich die R-Klasse. Mit 5,16 Metern ist die US-Version aber gewöhnungsbedürftig lang. Vor allem im direkten Vergleich mit einem Van wie dem Toyota Previa fällt die dynamische und elegante Optik des Riesen überraschend positiv auf, kann die R-Klasse sich vom Einheits-Look wohltuend abheben.

Auch das wertige Cockpit überzeugt mit guter Verarbeitung und edlen Materialien. Einen Gangwahlhebel in der Mittelkonsole sucht der Fahrer vergeblich. Dieser wanderte rechts hinter das Lenkrad und steuert das serienmäßige Automatik-Getriebe 7G-Tronic.

Der druckvolle Motor schiebt ordentlich vorwärts. Ein wenig mag es verwundern, dass die R-Klasse vom betagten Fünfliter-V8-Motor mit 306 PS angetrieben wird, während die neue S-Klasse bereits mit dem auf 388 PS erstarkten Fünfliter-V8-Aggregat im Herbst kommt. Dennoch ist der R 500 trotz der 2,4 Tonnen Fahrgewicht mehr als ausreichend motorisiert: Glatt sieben Sekunden von null auf 100 km/h, 245 km/h Spitze - das sind ungewöhnlich sportliche Fahrleistungen für einen großen Van. Klar, dass die R-Klasse damit kein Sparmobil ist. Laut Mercedes liegt der durchschnittliche Spritkonsum bei stattlichen 13,3 Litern.

Bei Großraum-Pkws hat man sich ja bereits an Fünf-Meter-Fahrzeuge gewöhnt. Doch die R-Klasse kann alles Bisherige nochmals toppen. Man reist in der R-Klasse auf allen Einzelsitzen mit Oberklasse-Niveau. Dank des in der Länge verschiebbaren Gestühls in der zweiten Sitzreihe können die Passagiere zwischen viel und sehr viel Beinfreiheit wählen. Sollten sich Fahrgäste in der dritten Reihe mehr Beinfreiheit wünschen, bleibt selbst in Reihe zwei genügend Beinraum übrig. Lediglich bei der Kopffreiheit wird es auf den hinteren Plätzen aufgrund des abfallenden Hecks für Personen jenseits der 1,80 Meter etwas eng. Nicht ganz so großzügig wird übrigens die kürzere Euro-Version ausfallen. Auf 4,92 Meter gestutzt, sitzen die Passagiere in Reihe zwei wie in der E-Klasse, in Reihe drei wie in der C-Klasse.

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