Scheibenwischer-Test
Nicht am falschen Ende sparen

Qualität zahlt sich aus. Zu diesem Ergebnis kommen die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) und die "Auto-Zeitung", die acht verschiedene Scheibenwischer einem ausführlichen Test unterzogen haben.
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DüsseldorfEgal ob leichter Nieselregen, heftigen Wolkenbrüchen oder derzeit auch lästiger Blütenstaub - das alles sollen moderne Scheibenwischer zuverlässig und schlierenfrei entfernen. Doch mit der Zeit nutzen die Scheibenwischer sich ab, ein Austausch ist die unvermeidliche Folge. Wie die GTÜ und die "Auto-Zeitung" in einem gemeinsamen Test nun festgestellt haben, gibt es bei diesen Nachrüst-Produkten starke Qualitätsunterschiede.

Auf den Prüfstand kamen Scheibenwischer von Bosch, Car Point, Champion, Hella, Motgum, SWF, Valeo und VW. Alle getesteten Produkte sind moderne Flachbalkenwischer, die vor allem bei hohem Tempo den konventionellen Wischern mit Gelenkbügel überlegen sind. Als besonders problematisch haben sich vor allem Billigprodukte aus Supermärkten und Online-Shops herausgestellt, die die Tester enttäuscht haben. "Sie sind ihr Geld nicht Wert", sagt Hans-Jürgen Götz von der GTÜ.

Investition lohnt sich

Klarer Testsieger mit der höchsten Punktzahl ist der Aero-Wischer von Hella, gefolgt von VW Original und Bosch Aero Twin. In den drei Bereichen Montage, Reinigungsleistung und Verschleiß überzeugen sie und erhalten die Note "sehr gut". Vor allem im Hochgeschwindigkeitsbereich punkten die Premiumwischer mit makelloser Reinigung. Preislich gesehen gehören sie zu den teuersten Modellen.

Im guten Mittelfeld mit der Bewertung "empfehlenswert" bewegen sich die Scheibenwischer Valeo Silencio X-TRM und SWF Visioflex. Wischbilder und Reinigungsleistung können sich bei beiden Kandidaten sehen lassen. Nur "bedingt empfehlenswert" dagegen der Wischer Champion Aerovantage, der bei Reinigung und Verschleiß enttäuscht.

Ergebnisse im Überblick

Die schlechteste Reinigung registrieren die GTÜ-Tester bei No-Name-Wischern von Motgum und Car Point - beides China-Produkte. Ihre Wischqualität ist bereits im Neuzustand nur mäßig und sinkt beim Dauerlauftest weiter drastisch ab. Beim Geschwindigkeitsverhalten versagen die beiden Schlechtesten im Test bereits jenseits von 100 km/h ihren Dienst.

Beim Kauf neuer Wischer sollte man also lieber etwas mehr ausgeben - die Investition zahlt sich in guter Sicht und höherer Sicherheit wieder aus. Bei Billig-Produkten ist Vorsicht geboten, diese Sparkäufe lohnen sich langfristig nicht.

Sebastian Schaal
Sebastian Schaal
Handelsblatt Online / Redakteur

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