Schön, stark, selten - und sündhaft teuer
Bentley Continental GTC Speed: Für den Earl in Eile

Zwar hängen am Konjunkturhimmel dicke Wolken, und manch einem Besserverdiener hat es in den letzten Monaten gehörig die Stimmung verhagelt. Doch ist das noch lange kein Grund für blasse Gesichter im britischen Oberhaus.

dpa-infocom HAMBURG. Der nächste Sommer kommt bestimmt, und irgendwann scheint auch für gestrauchelte Spitzen-Banker und enttäuschte Immobilienmakler wieder die Sonne. Damit sie die dann auch in vollen Zügen genießen können, rückt Bentley jetzt schon mal den überarbeiteten Continental GTC ins Rampenlicht. Als perfekter Dienstwagen für den Earl in Eile vereint das Cabrio alles, was das Jet-Set so schätzt: Es ist schön, stark, selten und sündhaft teuer. Und schnell ist es obendrein. Denn mit der Modellpflege führen die Briten die Version Speed ein, deren Beinamen man getrost wörtlich nehmen kann: Ein Spitzentempo von 322 km/h machen den Continental zum schnellsten viersitzigen Cabrio der Welt.

Wo Ambiente statt Adrenalin regiert

Zwar kann der feine Brite beim Ampelspurt mit jedem Sportwagen mithalten und sieht mit einem Sprintwert von 4,8 Sekunden auch bis Tempo 100 sehr gut aus. Doch wo die Kollegen von Ferrari oder Lamborghini auf Adrenalin setzen, schwört Bentley auf Ambiente. Man thront auf Ledersesseln, statt sich in Schalensitze zu quetschen. Der Blick schweift über quadratmetergroße Holzflächen statt über graue Karbon-Landschaften. Und während man den Himmel in einem offenen Sportwagen sieht wie durch den Schlitz eines Briefkastens, reisen Bentley-Fahrer so groß- und freizügig, als säßen sie auf einer Luxusyacht. Viel schöner kann man unterwegs kaum Sonnenbäder nehmen.

Nur das Navi passt nicht in die Luxuswelt

Dazu verwöhnt der Luxusliner mit einer Liebe zum Detail, wie man sie in der Großserie nie finden wird - nicht umsonst entsteht der Continental in 160 und nicht wie der VW Golf in etwa 20 Stunden. Die Leder sind fein abgesteppt, die Klimaanlage bedient man traditionell wie die Züge einer Orgel und die Lüftungsdüsen haben das Zeug zum Handschmeichler. Selbst die knapp 30 Sekunden, die das Verdeck zum Öffnen braucht, vergehen mit solcher Anmut, dass alle Ungeduld vom Fahrer abfällt. Nur das vom bürgerlichen Teilespender VW Phaeton übernommene Navigationssystem passt nicht so recht in die Luxuswelt.

610 PS sorgen für Wind auf der Sonnenbank

Für die nötige Abkühlung beim vornehmen Sonnenbad sorgt ein Zwölfzylinder, der den Continental zur Windmaschine macht. Nach dem Feintuning in der Leistung um neun und beim Drehmoment um 15 Prozent erstarkt, bringt es das sechs Liter große Kraftwerk nun auf 449 kW/610 PS und bis zu 750 Newtonmeter. Selbst mit dem 2,5 Tonnen schweren Luxusgefährt hat der Motor leichtes Spiel. Man muss das Gaspedal nur vorsichtig antippen, schon schießt der Wagen davon wie ein Rennboot. Selbst dabei verliert der Bentley nicht die Contenance. Natürlich tut sich der Wagen in engen Kurven etwas schwerer als ein rassiger Roadster. Doch mit variabler Dämpfung, einer dezenten Tieferlegung, der präzisen Lenkung und der feinfühligen Sechsgang-Automatik mit Sportprogramm und Lenkradwippen kann man selbst im Smoking ausgesprochen sportlich um die Ecken flitzen.

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