Schweden entdecken das Allradsystem
Saab 9-3 Turbo X: Auf allen Vieren in die Zukunft

Allradantrieb gehört in der gehobenen Mittelklasse längst zum guten Ton: Mercedes hat ihn, BMW auch und Allradpionier Audi sowieso. Selbst Volvo und Alfa Romeo verteilen die Kraft bisweilen auf alle Viere. Saab sah diesem Treiben bislang zu. Jetzt ziehen die Schweden beim 9-3 in Limousine und Kombi mit einem „Cross Wheel Dive“ nach.

dpa-infocom HAMBURG. Zwar gibt es die Technik zunächst nur für eine Baureihe und dort auch nur für einen Motor, doch hat der Antrieb auch Symbolwirkung: Schließlich ist er das Herzstück eines kompakten Geländewagens, mit dem Saab 2008 die „größte Modelloffensive in der Unternehmensgeschichte“ starten will. Und in der nächsten Generation des 9-5 kommt das XWD genannte System ebenfalls zum Einsatz.

Seinen Einstand gibt der Allradantrieb für Preise ab 46 300 Euro für die Limousine und 47 900 Euro für den Kombi im Sondermodell Turbox. Für einen Aufpreis von gut 3 000 Euro auf den 9-3 Aero bekommt die Sonderserie neben dem XWD-Paket und einem strafferen Fahrwerk den üblichen Zierrat solcher Muskel-Modelle. Schweller und Spoiler sind etwas deutlicher herausgearbeitet und geben dem Wagen einen beinahe bösen Anstrich. Und innen machen modifizierte Instrumente und neue Zierleisten Schluss mit der nordischen Kühle.

In Fahrt bringt den Turbox ein 2,8 Liter großer V6-Motor, der 206 kW/280 PS leistet und mit maximal 400 Newtonmetern zu Werke geht. Während dieses immense Drehmoment im Serienmodell beim Anfahren immer wieder zu Traktionsproblemen führt, bringt der Allradler die Kraft deutlich besser auf die Straße. Ohne dass die Warnleuchte der Traktionskontrolle flackert wie die Leuchtreklame über einer Hafenbar in Trollhättan, nimmt der Saab zügig Fahrt auf: Nur 5,9 Sekunden braucht der Kombi bis auf 100 Kilometer pro Stunde (km/h), und wenn bei 250 km/h abgeregelt wird, ist der Turbo längst nicht außer Puste.

Der Allrad macht Schluss mit Traktionsproblemen

Dabei verteilt der ab Herbst auch für den normalen Aero lieferbare Allradantrieb das Drehmoment variabel zwischen den Achsen und passt seine Strategie der jeweiligen Fahrsituation an. Um die Vorderräder beim Anfahren zu entlasten, werden anfangs zum Beispiel rund 60 Prozent der Kraft nach hinten geführt. Ist der Wagen in Fahrt, läuft er dagegen auf trockener Straße beinahe als reiner Fronttriebler, weil das der ökonomischste Betrieb ist. Trotzdem ist der Turbo kein Kostverächter und verbraucht schon im Normzyklus 10,8 Liter, was einem CO2-Ausstoß von 258 Gramm pro Kilometer entspricht.

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