Selbstfahrende Autos
Der lange, beschwerliche Weg in den Alltag

Google geht den radikalsten Weg

Der Internet-Riese Google, der seit 2009 an selbstfahrenden Autos arbeitet, entschied sich für eine radikalere Lösung. Die zukünftigen Google-Autos sollen ganz ohne Pedale und Lenkrad auskommen und die Kontrolle komplett beim Computer liegen.

„Es war eine schwierige Entscheidung“, räumt Chefentwickler Chris Urmson ein. „Aber wenn sie in einem Auto sitzen, dass die ganze Zeit von allein alles richtig macht, schwindet Ihre Aufmerksamkeit. Wenn Sie sich dann plötzlich ins Verkehrsgeschehen einschalten müssen, haben Sie nicht den Überblick über die Situation, wie Sie ihn üblicherweise hätten.“

Daraus entsteht auch die nächsten Fragen: Wie soll sich ein Computer in einer nicht mehr vermeidbaren Unfall-Situation verhalten? Wen soll er zuallererst schützen? Google will dieses auch ethische Problem mit Algorithmen lösen. „In unserem Fall versucht das Auto zuallererst, Fußgängern und Radfahrern auszuweichen“, sagt Entwickler Urmson. „Dann vermeidet es den Kontakt mit anderen fahrenden Fahrzeugen. Und erst an dritter Stelle kommen stillstehende Objekte wie Bäume.“

Der schwedische Autobauer Volvo, inzwischen in chinesischer Hand, preschte jüngst mit einem radikalen Lösungsvorschlag für eine damit verbundene zentrale rechtliche Frage vor. Volvo will bei eventuellen Unfällen mit seinen selbstfahrenden Fahrzeugen die volle Haftung übernehmen. Nach bisherigen Regelungen sind die Fahrer am Steuer verantwortlich.

Bei Continental hofft man auf die Fähigkeit der Software, Unfälle zu vermeiden. „Wenn ich ein selbstfahrendes Auto habe, werde ich in eine solche Situation gar nicht erst kommen“, sagt Lenninger. „Das ist ja schließlich der Gag am selbstfahrenden Auto.“

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Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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