Selbstfahrende Autos Wenn der Computer das Steuer übernimmt

Das Lenkrad loslassen bei flotter Autobahnfahrt: Für Fahrer ein Albtraum. Für Autozulieferer aber ein Traum, und zwar der vom Milliardenmarkt „selbstfahrendes Auto“. Was wie Science Fiction klingt geht bald in Serie.
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Autonomer S-Klasse-Prototyp: Die Zusatzkamera auf dem Armaturenbrett und der rote Notaus-Knopf in der Mittelkonsole verraten den Versuchswagen – und die Hände des Fahrers, die auf seinen Oberschenkeln ruhen. Quelle: Daimler AG

Autonomer S-Klasse-Prototyp: Die Zusatzkamera auf dem Armaturenbrett und der rote Notaus-Knopf in der Mittelkonsole verraten den Versuchswagen – und die Hände des Fahrers, die auf seinen Oberschenkeln ruhen.

(Foto: Daimler AG)

FrankfurtHollywood hat die unterschiedlichsten Vorstellungen, wie unsere Zukunft aussehen wird. Wohnen wir künftig in schier endlos großen Mega-Städten? Oder unter der Erdoberfläche? Oder gar im Weltraum? Was unseren Lebensraum angeht unterscheiden sich die Visionen der Filmemacher, aber in einem Punkt sind sich fast alle einig: Künftig werden die Menschen in ihr Fahrzeug einsteigen, den Zielort eingeben und kommen dort ohne eigenes Zutun sicher an.

Wie in Zukunft unsere Städte aussehen werden, bleibt offen. Auf der IAA kann man aber einen Eindruck bekommen, wie die Zukunft unseres Verkehrs aussehen wird.

Schon bei der Präsentation der neuen S-Klasse im Sommer hat Daimler ein System vorgestellt, das den Wagen bis 30 km/h selbstständig durch den Stau lenkt. Vor der IAA gingen die Stuttgarter einen Schritt weiter: Mit einer modifizierten S-Klasse fuhren die Entwickler auf der historischen Route der ersten Langstreckenfahrt von Bertha Benz von Mannheim nach Pforzheim - ohne Chauffeur. Die Arbeit des Fahrers übernahmen Kameras, Radarsensoren und jede Menge Rechner.

Bisher bewegten sich sich solche Roboterautos in der Wüste des US-Bundesstaats Nevada. Eine Fahrt über süddeutsche Landstraßen und durch moderne Städte kann daher als großer Schritt gesehen werden. Zumal die S-Klasse „Intelligent Drive“ nicht den mit Sensortechnik und Messinstrumenten vollgestopften Prototypen ähnelt, sondern einem gewöhnlichen Serienfahrzeug. „Wir haben die Technik im Laufe der Jahre verfeinert, wohlgemerkt im Rahmen einer optimalen Kosten-Nutzen-Relation“, sagt Daimler-Entwicklungschef Thomas Weber. „Wir haben Sensortechniken verbaut, die wir in der neuen S-Klasse bereits serienmäßig einsetzen. Nur ihre Anzahl und Anordnung haben wir an die erhöhten Anforderungen angepasst.“

Für den Stuttgarter Autobauer ist das autonome Fahren mehr als nur ein Beitrag zum entspannten Reisen. „Als Sicherheitspionier haben wir einen klaren Anspruch. Ein Mercedes soll seine Insassen sicherer ans Ziel bringen als jedes andere Auto“, sagt Weber. „Jeder Unfall ist einer zu viel. Wir wollen nicht nur die Unfallfolgen abmildern, sondern Unfälle möglichst ganz verhindern.“

Daimler ist mit der Vision vom autonomen Fahren nicht alleine
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16 Kommentare zu "Selbstfahrende Autos: Wenn der Computer das Steuer übernimmt "

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  • @Der_Meister

    1.: Der Fahrzeughalter!

    2.: Der Fahrzeughalter

    Was haben Sie gemeint, wofür diese Autobahnbrücken für die Mauterfassung irgendwann sonst noch alles genutzt werden sollen??

  • Das ist doch nicht mehr als eine Gehilfe für senile Autofahrerinnen.

  • Wer ... wird eingentlich dafür haftbar gemacht, wenn so ein fremdgesteuertes Auto doch einen Unfall baut ? Der Fahrer hat keine Hand angelegt und eine Maschine kann man nicht bestrafen ? Das wird Rechtsstreitigkeiten mit Versicherungen und Herstellern in Massen nach sich ziehen !

    Und wer kommt eigentlich für den Umbau der Infrastraktur auf. Mir kann doch niemand erzählen, das wir nur die fremdgesteuerten Fahrzeuge bauen müssen und alles andere funktioniert dann von allein !

    Ist darüber eigentlich mal nachgedacht worden.

  • Ich find das Klasse ... fahre jeden Tag 200 km um meiner Arbeit in einer anderen Stadt nachzugehen. Waere eine echte Erleichterung die 2, 5 Stunden auch anderweitig nutzen zu koennen oder zu entspannen.

  • "Ihr kapiert das nicht, oder?"

    Doch, ich versuche das ja gerade zu erklären.

    "Wenn das geht wird es eine ganze Menge Fahrzeuge geben, die damit rumfahren.LKW, die nicht müde werden, keine Lenkzeiten einhalten müssen, nicht zu schnell fahren und weniger Unfälle produzieren. Schöne heile Welt.Mal sehen worauf die Fahrer umgeschult werden sollen..."

    Kann ich Ihnen sagen:
    Auf Hartz 5/6 und auf Großflächenreinigungsfachkräfte.
    Was ist das?
    Das sind Leute, die für 3€/Std. mit einer großen Schaufel die durch die vollautomatisch fahrenden Fahrzeuge totgefahrenen Tiere und Rentner von der Fahrbahn kratzen.
    Was macht man nach 2017 mit diesen vielen Kadavern?
    Sie kennen doch den Film "Soylent Green", oder?

  • @Wolfsfreund
    Ich befürchte wir werden irgendwann gar nicht mehr gefragt!
    Wenn die gewohnheitsmäßigen Bevormunder drankommen, wird das System irgendwann in jedem Fahrzeug mit der Neuzulassung ab einem bestimmten Datum einfach vorgeschrieben wie die "Umweltzonen" in Innenstädten.
    Diese ökofaschistischgrüne Plakette ist nur ein Anfang, und das geht immer weiter!

  • Ihr kapiert das nicht, oder ?
    Wenn das geht wird es eine ganze Menge Fahrzeuge geben, die damit rumfahren.

    LKW, die nicht müde werden, keine Lenkzeiten einhalten müssen, nicht zu schnell fahren und weniger Unfälle produzieren. Schöne heile Welt.

    Mal sehen worauf die Fahrer ungeschult werden sollen...

  • "D.h. es ist schon angedacht, diese Systeme auch zur Pflicht zu machen."
    ---
    Mit mir nicht! NIEMALS! Keine Automatik der Welt kann den "Instinkt" eines erfahrenen Autofahrers ersetzen.
    Beispiel: Wer hat noch nicht erlebt, daß einem eine Situation nicht koscher oder "gemein" erschien, und hat Gas rausgenommen oder ist gar unvermittelt in die Eisen gegangen, um Distanz zu den Vorausfahrenden zu bekommen? Und Sekunden später wurde es brenzelig oder krachte sogar?
    Der Mensch kann das, woran jedes noch so fortgeschrittene Computerprogramm ganz erbärmlich scheitert: Wahrnehmen und subsummieren von unterschwelligen, feinsten Details in der Umgebung, die meßtechnisch nicht zu ermitteln sind, uns aber sagen: Vorsicht, gleich wird's unangenehm! Was früher (oder auch heute noch) in der Wildnis ein Überlebensmechanismus war, funktioniert auch im täglichen Straßendschungel! Intuition läßt sich nun mal durch Nullen und Einesen nicht simulieren.

  • Der letzte Absatz ist der Interessanteste:

    "Werden wir also in Zukunft vom Steuermann zum Passagier? Nach der diesjährigen IAA lautet die Antwort ja. Mit einer Einschränkung: „Nur, wenn man es ausdrücklich wünscht“, sagt Daimler-Chefentwickler Weber.
    ----->>>

    Mal sehen, wie lange diese Einschränkung bestehen bleibt."


    D.h. es ist schon angedacht, diese Systeme auch zur Pflicht zu machen.
    Na lassen Sie uns doch mal raten, welche Partei(en) sich da besonders für diese neue Form der völligen Bevormundung und Überwachung einsetzen werden...!!
    (Stichworte "Veggie-Day", "Tempolimit" usw. usw....)

    Nein, ich halte grundsätzlich nichts davon, und die beste Automatik ist die, welche man auch mal abschalten kann!

  • Jetzt mal ganz ehrlich, sowas kaufen sich doch nur komplett weichgespülte Männer oder Menschen, die das 80ste Lebensjahr schon weit überschritten haben. Am besten so Surrogates(Film)-mäßig noch jemanden erfinden, der vollautomatisch das Leben für einen lebt. Damit auch bloß nichts mehr passiert auf der Welt.

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