Skoda Octavia RS
Jenseits der Langeweile

Dieser Skoda trägt die Schminke der Rundstrecke. Die dritte Generation des Octavia RS ist die schnellste und stärkste, die es bislang gab. 30.040 Euro kostet der Combi mit 2-Liter-Turbovierzylinder-Benziner.
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MainzWenn sich Skoda beim Thema sportliche Automobile hervortun möchte, dann entbehrt das nicht einer gewissen Tradition. Punktgenau zum Start des neuen Octavia RS, der Ende August als Kombi und im Oktober als Limousine zu den Händlern kommt, erinnert die VW-Tochtermarke an 112 Jahre Geschichte, die die Tschechen im Motorsport geschrieben haben. Bereits die Unternehmensgründer Laurin und Klement suchten die Herausforderungen auf Schotter und Asphalt im sportlichen Wettkampf. Einst schickten sie illustre Zeitgenossen wie den schwergewichtigen Grafen Kolowrat ins Rennen, der nicht nur die österreichische Filmindustrie begründete, sondern auch begeisterter Motorsportler war.

Skoda ist heute ebenso ernsthaft wie erfolgreich im Rallye-Sport unterwegs und präsentiert jetzt, als wollte der Hersteller die erklärten Wachstumsziele mit Zitaten der Vergangenheit schneller erreichen, die dritte Generation des Octavia RS. Es ist der stärkste Octavia, den es bislang gab. 30 040 Euro kostet der Combi mit einem 2-Liter-Turbovierzylinde-Benziner, der kaum weniger potente Diesel ist 500 Euro teurer. Die Limousine rollt dann im Herbst für 29.390 Euro auf die Straßen.

Der RS trägt die Schminke der Rundstrecke. Strickjacken- und Gesundheitsschlappen-Image liegt ihm fern, ausgeprägte Schürzen, Seitenschweller und Heckspoiler stempeln ihn als Muskelmann ab, schwarz hinterlegte Scheinwerfermasken des Bi-Xenon-Kurvenlichts und 18-Zoll-Leichtmetallräder im exklusiven RS-Design verleihen Charakter.

Im Innenraum hebt sich der schnellste Octavia mit durchweg schwarzer Ausstattung von seinen biederen Serienbrüdern ab. Die lederbezogenen Sportsitze haben graue oder rote Kontrastnähte, sie geben ausgeprägten Seitenhalt Fahrer und Beifahrer selbst bei hohen Querbeschleunigungen.

15 Millimeter niedriger hockt der Sportler über dem Asphalt als die Großserienversionen, das Fahrwerk hat mit strafferen Federn und Stoßdämpfern sowie einer optimierten Achskinematik das passende Rüstzeug für die Kurvenhatz bekommen. Mit kaum spürbarer Karosserieneigung jagt der Wagen um die Biegungen, die neue Progressiv-Lenkung erfordert nur geringe Bewegungen des Volants. Zur Stärkung der Traktion trägt die elektronische Differenzialsperre "XDS" bei.

Wohl nur für den Einsatz auf der Rundstrecke ist die Abschaltmöglichkeit der Antischlupfregelung gedacht, gleiches gilt für die Einschränkung des ESP-Eingriffs, was leichtes Driften um die Kurven erlaubt. Die Bremsanlage mit rotlackierten Sätteln und Reifenformate in größeren Dimensionen unterstützt eine besonders engagierten Fahrweise jederzeit. Mit einer Fahrprofiltaste lassen sich die Kennlinien des Motoransprechverhaltens, der Lenkung und der Schaltzeitpunkte bei Ausstattung mit dem optionalen, 1.800 Euro teuren DSG-Getriebe variieren. Der Fahrer kann je nach Laune und Ambitionen zwischen Normal, Sport und dem verbrauchsreduzierenden Eco-Modus wählen.

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