Smart Cabriolet: Fast konkurrenzlos
Ökomobil mit Schaltwippe

Autorennfahrer Mathias Lauda, 26, der seit zwei Jahren in der DTM Tourenwagen fährt, hat das neue Smart Cabriolet mit Dieselmotor über den Rennkurs von Zandvoort gescheucht. Hier seine Fahreindrücke.

Den 4,3 Kilometer langen Dünenkurs von Zandvoort zähle ich zu den anspruchsvollsten Rennstrecken im Tourenwagensport. Tückische Kuppen und Bodenwellen sorgen dafür, dass man sich hier manchmal wie auf einer Achterbahnfahrt vorkommt. Zudem wird vom Küstenwind immer wieder feiner Sand vom nahen Strand der Nordsee auf die Piste gewehrt. Da kommt Freude auf, wenn man im Rennwagen im sechsten Gang mit etwa 245 Sachen auf die Tarzanboocht, die Rechtskehre am Ende der Zielgeraden, zufliegt und den Vordermann noch schnell auszubremsen versucht.

Heute besteht jedoch keinerlei Gefahr, von der Piste abzufliegen. Ich sitze am Steuer des neuen Smart ForTwo Passion in der Cabrioausführung, der bei einer Geschwindigkeit von 135 km/h automatisch abregelt. Neue Rundenrekorde werde ich damit sicher nicht aufstellen. Dennoch: Ich bin gespannt auf das Auto, das die zweite Generation des Smart darstellt. Wie schlägt sich der Neue? Ist er noch so smart wie sein Vorgänger? Auf der kurvenreichen Rennpiste von Zandvoort und auf den Straßen in und um Amsterdam darf ich die Dieselvariante des Smart ForTwo Cabriolets testen, das aufgrund seiner geringen Kraftstoffverbräuche als CO2-Champion beworben wird. Also brauche ich kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn ich den kleinen Pistenhopser einmal etwas sportlicher bewege als gemeinhin üblich.

Schein und Sein

Auf den ersten Blick ist der Neue weitgehend der Alte geblieben, also kurz, knapp, knuffig. Dabei ist der Smart um 20 Zentimeter länger geworden. Das Wachstum von 2,50 auf weiterhin parkfreundliche 2,70 Meter sieht man dem Kleinen allerdings nicht sofort an. Ein Glück. Auch sonst ist das Design behutsam weiterentwickelt worden. Es gab neue Scheinwerfer und Heckleuchten, die Türöffner sind nun horizontal statt vertikal angeordnet, in die Flanke sind nun kleine Lüftungsöffnungen eingelassen und die Stoßfänger etwas bulliger ausgefallen. Der Kleine wirkt dadurch sportlicher als vorher, aber der Charakter eines Stadtautos ist geblieben.

Die größten Veränderungen finden sich im Innenraum: Der Smart wirkt hier auch spürbar erwachsener, nicht mehr so grellbunt und verspielt wie früher, aber immer noch modern, sehr trendy. Die Materialien sind hochwertig und solide verarbeitet, die Ergonomie ist gut: Obwohl sich die Lenksäule nicht verstellen lässt, sitze ich mit meinen 1,68 Metern sehr bequem. Orientierungsprobleme kommen nicht auf. Der Tachometer liegt gut im Blick, die Knöpfe am Armaturenträger sind groß und selbsterklärend zu bedienen.

Der Drehzahlmesser und die Uhr auf dem Armaturenträger sehen echt witzig aus. So etwas spricht junge Leute wie mich an. Die Kopffreiheit ist beachtlich, der Sitzkomfort mit konventionellen Autos durchaus vergleichbar. Wer hinter dem Lenkrad sitzt, vergisst ohnehin sehr schnell, dass er im Kleinsten unter den Kleinwagen sitzt. Der große Abstand zur Windschutzscheibe und die hohe Karosserieform sorgen für ein geradezu luftiges Raumgefühl. Noch luftiger wird es mit heruntergeklapptem Verdeck. Das Öffnen des elektrischen Dachs ist ein Kinderspiel und dauert nur wenige Sekunden. Um das Cabriovergnügen komplett zu machen, nehme ich auch noch die Seitenholme heraus und verstaue sie in der Heckklappe.

Bei der Gelegenheit erkenne ich dann auch, wo der Smart am stärksten gewachsen ist: im Kofferraum. Mein Reisegepäck kriege ich jedenfalls problemlos da unter. Als Single brauche ich nicht mehr, zumal ich bei größerem Platzbedarf auch noch die Lehne des Beifahrersitzes umlegen kann.

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