Soziales Netzwerk für Fahrzeuge
Mein Freund, das Auto

Wer vor 20 Jahren regelmäßig mit seinem Auto sprach, lief Gefahr, in einer weißen Weste verschnürt, abgeführt zu werden. Doch dank neuer sozialer Netzwerke kommen bald auch Ansagen aus der Garage.
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TokioDer japanische Autohersteller Toyota baut zusammen mit den US-Unternehmen Salesforce.com und Microsoft ein System auf, das den Autobesitzern eine Kommunikation mit den Fahrzeugen erlauben soll. Das "Toyota Friend" genannte Netzwerk soll dabei so ähnlich funktionieren wie Twitter. Es soll im kommenden Jahr zunächst in Japan und dann in anderen Ländern bei Elektro- und Hybrid-Autos von Toyota eingeführt werden.

Bei einer Vorführung in Tokio erfuhr der Autobesitzer von seinem Wagen per SMS, dass er daran denken solle, ihn über Nacht aufzuladen. Als der Mann den Wagen an die Steckdose anschloss, informierte ihn das Fahrzeug: „Das Aufladen wird um 02.15 Uhr beendet sein. Ist das OK? Bis morgen.“
Diese Nachrichten könnten privat bleiben, aber auch online mit anderen „Toyota Friend“-Nutzern geteilt und auf Facebook, Twitter und anderen Diensten veröffentlicht werden, erklärte Toyota.

Steht eine Inspektion an, dann bietet das System sofort eine Verbindung zur nächsten Werkstatt an, um einen Termin zu vereinbaren. WeiterEinzelheiten zur Technik des Netzwerks nannte Toyota zunächst nicht. In die Entwicklung des Systems will Toyota 442 Millionen Yen (3,86 Millionen Euro), Microsoft 335 Millionen Yen (2,93 Millionen Euro) und Salesforce.com 223 Millionen Yen (1,95 Millionen Euro) investieren.
Toyota-Präsident Akio Toyoda, selbst ein Rennsport-Fan, erklärte, er rede immer mit seinem Wagen, wenn er ein paar Runden drehe. „Ich hoffe, dass Autos Freunde ihrer Besitzer werden, und dass die Kunden Toyota als Freund sehen.„

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

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