Sparsamster im Segment
Honda Civic Hybrid: Hoher Komfort

HB HAAR. Mit der zweite Generation des Civic Hybrid ist Honda eine viel versprechende Neuauflage gelungen. Dank umfassender technischer Verbesserungen und aufgewerteter Optik dürften die Marktchancen im Vergleich zum Vorgänger deutlich steigen.

In der Praxis beweist der neue Elektro-Benziner eindrucksvoll, dass sich die Investition in seine Spartechnik lohnt.

Ein Grund für den möglichen Erfolg des neuen Civic Hybrid ist sein gründlich aufgefrischtes Design. Zwar blieb es beim Stufenheck mit kleinem 350-Liter-Kofferraum. Dafür wirkt der neue Civic Hybrid wertig und windschnittig.

Unter der Karosserie bietet der Honda einen klassisch geschnittenen Innenraum mit guten Platzverhältnissen. Der Fahrer sitzt in einem komfortabel und auch sportlich gestalteten Hightech-Cockpit. Durch ein kleines und gut zur Hand liegendes Sportlederlenkrad blickt er auf den zentralen Analog-Drehzahlmesser. Erhöhter und tiefer im Raum befindet sich eine digitale Geschwindigkeitsanzeige. „Zwei-Zonen- Cockpit“ nennt Honda diese Aufteilung.

Arbeitet leise

Ein klassischer Zündschlüssel-Dreh erweckt den Hauptantrieb - einen 1,4-Liter-Benziner - zu kaum hörbarem Leben. Nur der Drehzahlmesser gibt Auskunft über den laufenden Motor. Ist der Wahlhebel für automatisch schaltende CVT-Getriebe in Position D, reicht der einfache Tritt aufs Gaspedal. Dann bringt der 95-PS-Benziner mit Unterstützung eines 20-PS-Elektromotors die knapp 1,4 Tonnen erstaunlich spontan in Bewegung.

Nach dem ersten Schub beschleunigt der Wagen etwas verhaltener und dank des CVT-Getriebes ganz ohne Schaltvorgänge. Dabei überzeugt der Civic als entspannter Gleiter mit hohem Komfortniveau. Trotz dieser Auslegung wird das Fahrwerk auch dynamischen Ansprüchen gerecht.

Ungewöhnlich ist zudem das Vollgas-Verhalten. Zunächst eilt die Motordrehzahl nach oben und verharrt auf hohem Niveau. Die Geschwindigkeit steigt dabei jedoch nicht so spontan wie die Drehzahlen. Das sonst bekannte lineare Zusammenspiel von steigenden Drehzahlen und Geschwindigkeit bleibt aus. Obwohl sein Doppelherz satte 115 PS mobilisiert, sind die Fahrleistungen nicht überragend: 12,1 Sekunden dauert der 100-km/h-Sprint, maximal sind 185 km/h möglich. Dafür bieten die zwei Motoren einen tollen Kompromiss aus Fahrspaß und Effizienz, der sich zudem rechnet.

Sparsam unterwegs

Mit dem vom Hersteller angegebenen Durchschnittsverbrauch von 4,6 Litern Benzin ist der Civic Hybrid zumindest theoretisch sehr sparsam. Die 6,2 Liter nach 2000 Testkilometern entsprechen dem in der Praxis üblichen Aufschlag. Wer mit ruhigem Gasfuß unterwegs ist, sollte mit fünf Litern auskommen. In seinem Segment ist der neue Hybrid-Honda der wohl Sparsamste überhaupt.

Für das Sparen ist das komplexe Zusammenspiel von Verbrennungs- und Elektromotor verantwortlich. So dient der E-Motor zur Energierückgewinnung beim Schiebebetrieb. Der dabei in Akkus gespeicherte Strom wird wieder in Vortrieb umgesetzt. Beim Sparen hilft außerdem die automatische Motorabschaltung bei Ampelstops.

Fazit:

Der neue Honda Civic Hydrid ist ein beeindruckender Beitrag zum Thema Spritsparen. Doch bedeutet Sparen nicht Verzichten. Im Gegenteil: Der Wagen ist rundum gelungen, komfortabel, eigenständig, ansehnlich, gut ausgestattet und fährt sich sogar recht spritzig.

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