Spaß in den Kurven
Ford Kuga: Nachzügler auf der Buckelpiste

Kleine Geländewagen sind groß im Kommen, darin sind sich die Autoexperten einig. Opel hat deshalb den Antara aufgelegt und VW den Tiguan. Nur Ford musste dem bunten Treiben bislang tatenlos zusehen. Aber damit ist jetzt Schluss.

dpa-infocom HAMBURG. Als Nachzügler auf der Buckelpiste bringen die Kölner im Juni den Kuga an den Start. Der Vetter von Focus und C-Max ist mit einem Grundpreis von 26 500 Euro nicht nur das günstigste Sports Utility Vehicle (SUV) aus Deutschland, sondern in dieser Klasse auch das dynamischste. Das liegt vor allem am mustergültig abgestimmten Fahrwerk, das den höheren Schwerpunkt und das gestiegene Gewicht beinahe vergessen lässt: In der Stadt ist der Kuga handlich und wendig, auf der Autobahn komfortabel und gelassen und auf der Landstraße wird er zum veritablen Kurvenräuber. Als säße man am Steuer eines sportlichen Focus, gibt er stets eine ideale Rückmeldung und lässt sich mit beinahe chirurgischer Präzision um die Ecken treiben. Dabei hilft ihm auch der Allradantrieb, der je nach Untergrund bis zu 50 Prozent der Kraft an die Hinterachse leitet und den Aktionsradius auf schlechte Feldwege und Schotterpisten erweitert. Weil sich dorthin aber nur die wenigsten Kunden verirren, sind die Kölner konsequent und verkaufen den Allradantrieb nur gegen Aufpreis.

Zum dynamischen Anspruch passt der vorerst einzige Motor: Zwar ist der Diesel mit zwei Litern Hubraum und 100 kW/136 PS in der Theorie kein Sportler. Doch in der Praxis macht der Selbstzünder seine Sache gut. Maximal 320 Newtonmeter Drehmoment geben ihm genügend Nachdruck für sportliche Ambitionen, einen spontanen Antritt und ein hohes Maß an Elastizität. Egal in welchem der sechs gut gestuften Gänge man aufs Gaspedal tritt: Immer quittiert der Diesel das mit einem kräftigen Schub nach vorn und macht damit deutlich mehr Spaß, als es die reinen Messwerte (Null auf 100 km/h: 10,7 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 180 km/h) vermuten lassen. Und wunderbar leise und kultiviert ist er obendrein. Außerdem ist der Allradler mit 6,4 Litern und einem CO2-Ausstoß von 169 Gramm pro Kilometern laut Ford das sauberste Modell dieser Klasse.

Das Design macht Schluss mit der Langeweile

So kräftig wie der Kuga fährt, so sieht der 4,44 Meter lange, 1,84 Meter breite und 1,71 Meter hohe Fünfsitzer auch aus. Als hätte er eigentlich ein Sportwagen werden sollen, trägt der hohe Bug gleich zwei aggressiv gezeichnete Kühleröffnungen, eine Motorhaube mit zwei sogenannten Powerdomes und große Scheinwerfer. Die Flanke wirkt dank weit ausgestellter Radhäuser und ansteigender Gürtellinie sehr muskulös, und auch das Heck zeugt mit breitem Stand und hoher Schulter von der Kraft des Kuga. Dazu gibt es für den robusten Offroad-Look vorn wie hinten einen angedeuteten Unterfahrschutz und ringsum eine Stoßleiste aus mattem Kunststoff.

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