Sportcoupé im Test
Audi R8: Feines Spaßgerät

Er läuft in der Lamborghini- oder Ferrari-Klasse, ist aber preisgünstiger: der Audi R8. Rennfahrerlegende Hans-Joachim Stuck testet das neue Supersport-Coupé. Fährt der neue Ingolstädter auch so gut, wie er aussieht?

Mit einem neuen Auto habe ich lange nicht mehr so viel Aufmerksamkeit erregt. In Kufstein stoppte ein Mann sein eigenes Fahrzeug mitten auf der Straße, um sein Fotohandy zu zücken und schnell einige Aufnahmen zu schießen – nicht von mir, von meinem fahrbaren Untersatz. Auf der Autobahn grüßten wildfremde Menschen aus anderen Wagen mit nach oben gestrecktem Daumen und breitem Grinsen zu mir herüber. Und eines Abends erhielt ich plötzlich Besuch von einem 80-jährigen Dorfbewohner, der extra einen Bergpfad zu unserem Haus hinaufgeschnauft war, um die "coole Kiste" einmal von Nahem zu sehen.

Keine Frage, der neue Audi R8 quattro ist ein echter Hingucker, der durch seine Auftritte in der Fernsehshow "Wetten, dass...?" das Publikum offenbar mächtig elektrisiert hat. Aber fährt der neue Audi auch so gut, wie er aussieht? Bei Fahrten, die mich über fast 1 000 Kilometer quer durch Deutschland und nach Tirol führten, lernte ich den neuen Supersportler aus Ingolstadt, der in diesen Tagen in den Handel kommt, ausgiebig kennen.

Schein und Sein

Knapp zwei Meter breit, gerade mal 1,25 Meter hoch: Der R8 kommt tief geduckt in Rennwagenmanier daher. Wer diesen Flachmann plötzlich hinter sich im Rückspiegel auftauchen sieht, dürfte keine Sekunde zögern, um die Überholspur frei zu machen. Die scharf geschnittenen Scheinwerfer, die eine Reihe kleiner LEDs auch bei Tag gefährlich funkeln lassen, und die riesigen, quergerippten Kühleröffnungen signalisieren: Hier kommt ein ganz Schneller.

Die Schokoladenseite des R8 ist für mich allerdings das wuchtige Heck mit dem ausfahrbaren Spoiler, den vier Auspuff-Endrohren und der riesigen Glasfläche, die freien Blick auf den in Karbon gekleideten Motorraum gibt. Nachts, nach dem Abziehen des Zündschlüssels, wird der V8 ein paar Sekunden lang angeleuchtet – dieser Show-Effekt ist derzeit ohne Beispiel. Ich hatte mich schon darauf eingestellt, mich wie bei einem Rennwagen durch eine kleine Öffnung und über einen breiten Schweller hinters Lenkrad schlängeln zu müssen. Doch nach dem Öffnen der breiten Türen kommt die Überraschung: Der R8 gibt sich im Innenraum sehr limousinenhaft.

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