Ssangyong Korando
Der Comeback-Koreaner

Ssangyong ist zurück: Zwei Jahre, nachdem die Pleite des Importeurs die Koreaner zum Abschied aus Deutschland zwang, wagt die Marke mit dem Hirschgeweih im Logo den Neuanfang - und zwar mit dem Geländewagen Korando.
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BerlinMan kann zwar bei den etwa 40 Ssangyong-Händlern weiterhin den schrägen Maxi-Van Rodius und den hartgesottenen Geländewagen Rexton kaufen. Doch zum Hoffnungsträger wird nun der Korando gemacht: Auf einer komplett neuen Plattform entwickelt, mit neuen Motoren angetrieben und vom italienischen Designbüro Giugiaro eingekleidet, soll er den Neubeginn signalisieren.

Konkurrent für Hyundai, Kia und Nissan

Die Preise für den Korando beginnen bei 22.990 Euro. Dafür gibt es einen 4,41 Meter langen Fünftürer, der vor allem gegen Geländewagen wie den Nissan Qashqai, Hyundai ix35 oder Kia Sportage antritt. Weil diese Fahrzeuggattung meist doch nur in der Stadt unterwegs ist, fährt der Korando trotz seines bulligen Designs und seiner hohen Bodenfreiheit meist als Fronttriebler vor. Einen Allradantrieb gibt es gegen 2.000 Euro Aufpreis.

Der Wagen sieht mit einem markanten Kühlergrill, großen Scheinwerfern, hübsch taillierten Flanken und einem sportlichen Heck ganz ordentlich aus. Und genau so fährt er auch. Er ist so ausgewogen gefedert, dass man flott durch die Kurven fahren kann und auf schlechten Straßen trotzdem nicht durchgeschüttelt wird. So macht der Koreaner auf der Testfahrt eine gute Figur. Da zahlt es sich aus, dass Ssangyong erstmals auf eine selbsttragende Karosserie setzt und den Leiterrahmen zum Alteisen geworfen hat. Nur die Lenkung könnte etwas strammer sein, um mehr Kontrolle über den Wagen zu vermitteln.

Ein Motor, zwei Getriebe und Allrad auf Wunsch

Unter der Haube gibt es fürs erste nur einen Motor: einen 2,0 Liter großen Diesel mit 175 PS. Erst Anfang nächsten Jahres will Ssangyong auch einen etwa 150 PS starken Benziner nachreichen. Dafür kann man zwischen Handschalter und Automatik (1.500 Euro) wählen - beide übrigens mit sechs Gängen. Der Selbstzünder hat einen Turbolader mit variabler Geometrie und macht deshalb über das gesamte Drehzahlband ordentlich Dampf.

Bei maximal 360 Newtonmetern Drehmoment hat der Vierzylinder mit seinem kernigen aber lauten Klangbild mit dem 1,8-Tonner buchstäblich leichtes Spiel und bringt den Korando flott in Fahrt: Die Beschleunigung in 10,8 Sekunden auf 100 km/h und eine Höchstgeschwindigkeit von 186 km/h sind in dieser Klasse nicht schlecht. Auch die Verbrauchswerte zwischen 6,1 und 7,5 Litern (CO2-Ausstoß: 159 bis 199 g/km) gehen in Ordnung. Zumal Ssangyong diese Werte ohne Spritspartechniken wie eine Start-Stopp-Automatik oder Rekuperationsbremsen erreicht.

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  • Design und Ausstattung erinnern natürlich nur rein zufällig an Ford Kuga. Diese Asiaten können im Grunde nur eines: Abkupfern.

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