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Start im März ab 14 490 Euro: Daihatsu Materia: Japan-Minivan im Box-Design

Kastenförmige Minivans wie der neue Daihatsu Materia sind in Japan gang und gäbe. In Deutschland ist das Boxdesign weniger verbreitet. Mit dem Materia könnte sich das nun ändern: Der Neue erregt durch sein ungewöhnliches Design Aufsehen.

Daihatsu Materia Quelle: dpa
Ungewöhnliches Design: Der Daihatsu Materia steht ab März beim Händler. Quelle: dpa

Die ersten Exemplare des Materia stehen bereits beim Händler, ab März können Kunden das Auto erstehen. Die Einstiegsversion hat einen 1,3-Liter-Motor und 91 PS. Die 1,5-Liter-Version ist zwölf PS stärker. Eine dritte Variante kommt im Mai 2007 dazu, wenn ein Allrad-Fahrzeug mit ebenfalls 103-PS-Motor startet. Der 3,80 Meter lange Materia basiert auf dem Sirion und ist in Japan schon als Daihatsu Coo und in einer baugleichen Version der Konzernmutter als Toyota Bb (gesprochen Bibi) auf dem Markt.

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1,5-Liter-Aggregat mit 103 PS

Die Motoren des Materia sind von anderen Daihatsu-Modellen bekannt. Der 1,5-Liter-Antrieb etwa arbeitet in ähnlicher Form im Terios. Er beschleunigt den Kleinwagen-Van in 10,8 Sekunden auf Tempo 100. So fehlt es dem Auto an Steigungen oder beim Überholen nicht an Kraft. Alles in allem gibt es am Antrieb wenig zu kritisieren.

Für eine Höhe von 1,64 Metern fühlt sich der Materia in der Kurve bemerkenswert straff an. Über Bodenunebenheiten geht der hochgewachsene Japaner recht unbeeindruckt hinweg. Das Innenraumgefühl ist dank der hohen Decke gut. Auch das Ambiente ist für diese Klasse ordentlich. So leuchten die Instrumente angenehm blau von der Mitte des Armaturenbretts her.

Fondraum wie in der Oberklasse

Äußerlich ist der Materia durch seine kleinwagenartige Länge und seine übergroße Höhe als Minivan einzustufen. Aber auch bei den inneren Werten braucht er sich vor größeren Vans nicht zu verstecken. So lässt sich die Fondsitzbank um 16 Zentimeter längs verschieben. Selbst wenn sie ganz nach vorn gerückt ist, kann ein Erwachsener noch hinten sitzen. Entsprechend mehr Knieraum ergibt sich, wenn man die Bank zurückschiebt. Das kann man so weit treiben, dass man im Fond fast wie in einer Oberklasselimousine sitzt. Nach oben ist ohnehin mehr Raum, als man benötigt.

An die Kissen denken

Klappt man die Lehne der Rückbank um, so ergibt sich ein ebener Laderaum - das ist bei Kleinwagen selten und auch bei Minivans nicht selbstverständlich. Ungewöhnlich ist auch die "Liegewiese", die sich ergibt, wenn man zusätzlich die Lehnen der Vordersitze nach hinten umlegt. Beim Transport langer Gegenstände ist der umklappbare Beifahrersitz ebenfalls praktisch. Im Normalfall passen je nach Position der Rückbank 181 bis 294 Liter in den Kofferraum. Legt man die Sitze um, so ergeben sich 619 Liter bei Beladung bis zur Fensterunterkante. Bis zur Decke bepackt, dürfte der Materia rund das doppelte Volumen bieten.

Ab 14 490 Euro

Die Basisversion des Materia mit 91-PS-Motor kostet 14 490 Euro. Für den Materia 1.5 mit 103 PS zahlt man 15 490 Euro, für das ESP legt man noch mal knapp 500 Euro drauf. Klimaanlage und CD-Radio sind serienmäßig eingebaut. Als Extras werden Kopfairbags, ESP, Automatikgetriebe und Perleffektlackierung angeboten. Die Standardfarbe des Materia ist Weiß.

Fazit

Für ein Fahrzeug seiner Klasse hat der Materia ein bemerkenswert straffes Fahrwerk. Das Innere ist geräumig und bietet zudem bei umgeklappter Rückbank eine ebene Ladefläche. Neben einem ungewöhnlichen Design bietet Minivan eine gute und praktische Ausstattung.

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