SUV der Superlative: Wie aus dem Mesozoikum des Autobaus

SUV der Superlative
Wie aus dem Mesozoikum des Autobaus

Für seine gewaltigen Ausmaße ist der Audi Q7 überraschend agil. Der gewaltige Luxus-Allradler ist allerdings auch ein ziemlicher Schlucker.

FRANKFURT. Bei Audi brummt der Laden. Seit Jahren vermeldet das Unternehmen immer neue Rekordzahlen – da passt es prima, dass der zunehmende Erfolg nun von einem besonders dicken Auto unterfüttert wird: dem Audi Q7. Der Geländewagen ist ein Koloss, der gemeinsam mit dem VW Touareg in Bratislava gebaut wird, mit diesem aber weniger als zehn Prozent Gleichteile hat.

Der einfache Grund dafür ist, dass der Audi den auch nicht kleinen VW in fast allen Belangen deutlich übertrifft. Allein das Format des Q7 flößt Respekt ein. 5,08 Meter lang, 1,98 Meter breit, 1,74 Meter hoch und rund 2,3 Tonnen schwer – ein Wagen wie aus dem Mesozoikum des Automobilbaus.

Der äußere Eindruck des von großen, glatten Blechflächen geprägten Wagens setzt sich im Innenraum fort. Auch hier wirkt vieles überdimensional, verschwenderisch und großzügig. Platz für bis zu sieben Passagiere – die dritte Sitzreihe kostet 700 Euro Aufpreis – ist reichlich vorhanden. Das Gepäckabteil fasst zwischen 775 und 2 035 Liter. Die Möblierung wirkt ausgesucht und elegant, das Cockpit erfreut mit zwei tropfenförmigen Instrumenten, auf der Mittelkonsole sorgt das so genannte MMI-System (1 100 Euro Aufpreis) für Ordnung und Übersicht – ein tatsächlich recht logisch zu bedienender Bordcomputer für alle möglichen Funktionen.

Wenn man ans Q7-Lenkrad greift, den Motor startet und das Gaspedal nach unten drückt, wird es überraschend. Denn statt sich träge und gemächlich in Bewegung zu setzen, legt der massige SUV los wie ein Leichtathlet.

Ganz gleich, ob im Motorraum die 3-Liter-V6-TDI-Maschine mit 233 PS steckt oder der 4,2-Liter-V8-Benzindirekteinspritzer mit 350 PS – in beiden Fällen verwandelt sich das Auto in Fahrt in ein sehr agiles, überaus antrittsfreudiges und flottes Gefährt.

Allerdings relativiert sich das Bild an der Zapfsäule, denn besonders der Ottomotor legt einen eklatanten Zug an den Tag. 13,6 Liter gibt Audi als Durchschnittsverbrauch an, doch in der normalen Fahrpraxis dürften rasch 15 Liter daraus werden. In dieser Disziplin hält sich der Diesel mit einem Durchschnittswert von 10,5 Litern zumindest etwas mehr zurück.

Im Herbst soll ein dritter Motor folgen, nämlich ein 3,6-Liter-V6-Benzinaggregat mit 260 PS Leistung. Ein Modell mit Hybridantrieb soll im nächsten Jahr auf den Markt kommen. Nach oben ist die Skala offen. „Wir machen uns Gedanken über höhere Motorisierungen, Platz genug im Motorraum ist da“, sagt Alexander Buk, Leiter des Produktmarketings für das Modell.

Der wichtigste Markt für den Q7 wird Amerika sein. In den USA und Kanada, schätzt Audi, werden rund 45 Prozent aller Modelle abgesetzt. Danach folgen mit deutlichem Abstand die europäischen Länder sowie der Nahe und Mittlere Osten.

BU: Mindestens 48 900 Euro kostet der Audi Q7, das neueste Mitglied der SUV- Familie (SUV steht für Sport Utility Vehicle)

Daten und Fakten

Das Auto: Luxuriöser Geländewagen in sportlich-elegantem Design mit bis zu sieben Sitzplätzen und vielen Komfort-Extras

Die Daten:

Motoren: ein Diesel, ein Benziner

Leistung: 233 PS (177 kW) (V6-TDI)

Von 0 auf 100 km/h: in 9,1 Sek. (V6-TDI)

Spitze: 210 km/h (V6-TDI)

Verbrauch: 10,5 Liter (V6-TDI)

Preis: ab 48 900 Euro

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