Suzuki Splash als Gebrauchtwagen
Kleiner mit kleinen Schwächen

Mag der kastenartige Suzuki Splash auch nicht jeden Geschmack treffen – für sein Alter sieht der Kleine ziemlich frisch aus. Auch bei der Kfz-Hauptuntersuchung macht der hoch gebaute Japaner meist eine gute Figur.
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DüsseldorfAls Nachfolger des kantigen Wagon R+ kam der Suzuki Splash 2008 auf den Markt. Mit seinen Abmessungen überragt er zwar einige Kleinstwagen-Konkurrenten, aber er setzt ja auch auf maximale Raumausnutzung. Ende vergangenen Jahres wurde seine Produktion eingestellt. Als Gebrauchter zeigt sich der Splash zwar noch wohlgelaunt, ganz mängelfrei ist der Kleinstwagen jedoch nicht.

Karosserie und Innenraum: Im Vergleich zu seinem Vorgänger ist der Suzuki Splash etwas rundlicher geworden. Mit freundlichen Scheinwerfer-Augen und kurzem, knackigen Heck sollte er auch über die Optik Pluspunkte sammeln. Im Interieur gelingt das weniger. Das Cockpit ist zwar ergonomisch angelegt und intuitiv bedienbar, doch es dominiert Hartplastik, was den ansonsten guten Eindruck ein wenig trübt.

Durch seine steilen Seitenscheiben und die weit entfernte Frontscheibe entsteht ein luftiges Raumgefühl im 3,78 Meter kurzen und 1,68 Meter breiten Japaner. Wer die Rückbank des ausschließlich als Fünftürer erhältlichen Splash umklappt, senkt gleichzeitig die Sitzfläche ab, sodass eine ebene Ladefläche entsteht. Das Kofferraumvolumen steigt dann von 202 auf 1.050 Liter.

Motoren und Fahrwerk: Weil hohe Autos leichter kippen können, beugt Suzuki dieser Gefahr mit einem extrem harten Fahrwerk vor. Die Insassen werden demnach je nach Straßenbelag ordentlich durchgeschüttelt. Angeboten wurde der Splash mit drei Motoren: zwei Benzinern sowie einem von Fiat zugekauften 55 kW/75 PS starken Diesel, der 2010 allerdings abgeschafft wurde.

Wer einen Splash mit Ottomotor sucht, hat die Wahl zwischen dem kleineren Aggregat mit 50 kW/68 PS sowie dem stärkeren 63 kW/86 PS-Benziner. Letzterer ist seit 2010 kräftiger geworden (69 kW/94 PS) und neben der serienmäßigen Fünfgang-Schaltung auch mit einer vierstufigen Automatik erhältlich gewesen. Diese hat seinerzeit allerdings erschreckende 2.600 Euro zusätzlich gekostet und ist auf dem Gebrauchtwagenmarkt eher selten anzutreffen.

Ausstattung und Sicherheit: Vier Sterne erhielt der Splash 2008 beim Euro-NCAP-Crashtest. Dem Anspruch eines schicken Kleinstwagens wird er bei der Ausstattung nicht ganz gerecht. Die passenderweise „Basic“ genannte Basisausführung verzichtete auf ESP und Kopf-Airbags. Beides gab es erst ab der Variante „Club“.

Dann gibt es auch elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, geteilt umlegbare Rücksitze, Sitzheizung vorne sowie eine Klimaanlage. In der höchsten Ausstattungsstufe „Comfort“ sind zusätzlich noch Nebelscheinwerfer, ein Lederlenkrad sowie ein CD-Radio mir Lenkradbedienung an Bord.

Qualität: Bei noch recht jungen Gebrauchten gibt es wenig zu bemängeln, die Lichteinstellung stimmt meist und die Bremsscheiben, -leitungen und -schläuche fallen ebenfalls kaum negativ auf. Ab der zweiten Hauptuntersuchung notieren die TÜV-Prüfer beim van-artigen Japaner jedoch überdurchschnittlich oft angeschlagene Achsen. Darüber hinaus gibt es auch an Federn und Dämpfung immer mal wieder was auszusetzen.

Fazit: Passend zur Optik ist auch die Technik des Suzuki Splash nach einigen Jahren noch gut in Form. Wer einen älteren Stadtflitzer sucht, sollte auf einwandfreie Wartungspapiere achten. Im Zweifel sollte man den Gebrauchten einem Sachverständigen vorführen. Für ein gut erhaltenes Exemplar müssen mindestens 3.900 Euro angelegt werden.

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