Technik
Autobatterie startet auch bei Minustemperaturen

Tausende von Autofahrern ärgern sich an kalten Wintermorgen, wenn ihr Wagen nicht anspringt. Der Grund: Die Batterie hat nicht mehr genug Strom, um auch bei niedrigen Temperaturen den Motor zu starten. Damit soll nun Schluss sein.
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MÜNCHEN. Tausende von Autofahrern ärgern sich an kalten Wintermorgen, wenn ihr Wagen nicht anspringt. Der Grund: Die Batterie hat nicht mehr genug Strom, um auch bei niedrigen Temperaturen den Motor zu starten. Damit soll nun Schluss sein. Das Münchener Unternehmen iQ Power hat in der robusten Blei/Säure-Batterie noch ungeahntes Innovations-Potenzial entdeckt. Mit neuer Technik hat der Hersteller die Lebensdauer verdoppelt und setzt mit einer Fünf-Jahresgarantie neue Standards.

Wenn sich Mitte Januar im Haus der Technik in Essen Experten auf einer Konferenz den Kopf zerbrechen über künftige Lösungen für mehr Energieeffizienz im Automobil, geht es nicht nur um Hybridfahrzeuge und weniger CO2. Auch die Verbesserung der heutigen Blei/Säure-Batterie und ihr Potenzial bei Lebensdauer und Belastungsfestigkeit ist ein zentrales Thema. Denn längst setzt die Menge an elektrischen Verbrauchern im Auto dem heutigen Stromspeicher mächtig zu. Immer mehr Automobilhersteller versuchen darüber hinaus, durch zusätzliche Start-Stop-Automatik den Spritverbrauch und CO2-Ausstoß ihrer Fahrzeuge zu reduzieren, was die die Starterbatterie noch mehr belastet.

"Für die Starterbatterie werden die Betriebsbedingungen durch die vielen starken Lade- und Entladezyklen seit Jahren immer schlimmer", sagt Eckhard Karden vom Forschungszentrum des Automobilherstellers Ford in Aachen. Kommt im Winter bei kalten Temperaturen die mangelhafte Ladungsaufnahme bei den Batterien hinzu, sind Startprobleme programmiert. Die jährliche Pannenstatistik des ADAC dokumentiert die wachsende Spitze des Eisbergs dabei deutlich.

"In der Tat bedeuten die hohen Belastungen für die heutige Blei/Säure-Starterbatterie ein wachsendes Problem", heißt es dazu bei dem Automobilclub. Denn wegen der starken Lade- und Entladeströme entmischen sich in der Batterie das Wasser und die Schwefelsäure des Elektrolyten. Die Folge: Die Akkus verlieren an speicherbarer Kapazität. Das kann nach Untersuchungen des Batterieherstellers Johnson Controls/Varta bis zu 40 Prozent der auf den Etiketten aufgedruckten Nennkapazität (Ah) ausmachen.

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