Technische Innovationen
Assistenten schützen vor dem Crash

Der Fahrer des Brummis scheint eingeschlafen zu sein. Mit voller Geschwindigkeit fährt der riesige 40-Tonner auf das Stauende zu. Die Katastrophe scheint unausweichlich. Erst im letzten Moment die Vollbremsung: Der Sattelschlepper geht in die Knie, hupt und blinkt, die Räder qualmen, und kommt wenige Zentimeter vor dem Stauende zum Stehen.

BERLIN. Von Tempo 80 auf Tempo null – doch nicht der Brummifahrer hat in letzter Sekunde gebremst, sondern die Technik. Der elektronische Schutzengel aus dem Hause Mercedes-Benz funktioniert mit Abstandsradar. Dieser „Active Brake Assist“ für Lkw ist wohl das spektakulärste Fahrerassistenzsystem, das im vergangenen Jahr auf die Straße kam. Nun denkt man in Stuttgart darüber nach, das automatische Notbrems-System auch in Pkw-Modellen einzusetzen, so wie es Nissan bereits in Japan macht. Dort tritt der Oberklassewagen Nissan Cima voll auf die Bremse, wenn der Fahrer eine Gefahrensituationen verpennt.

Karl-Thomas Neumann, Vorstandsmitglied für den Bereich Automotiv Systems bei Continental, beschreibt, wohin die Reise geht: „Lenkung, Bremse und Fahrwerkregelung werden elektronisch miteinander vernetzt, damit ein Fahrzeug demnächst noch schneller reagieren kann, um Unfälle zu minimieren oder zu vermeiden.“ Auf der Liste der innovativen Neuentwicklungen von Conti, die jetzt in die Serie überführt werden, steht zum Beispiel ein Gefahrenrechner. Dieser ermittelt permanent ein Gefahrenpotenzial, das die Unfallwahrscheinlichkeit widerspiegelt. Übersteigt dieses Potenzial eine Schwelle, leitet der Rechner abgestufte Schutzmechanismen ein. Darüber hinaus geht dieses Jahr ein neuer Spurhalteassistent und ein Abstandsregelsystem für den Stop-and-go-Verkehr von Continental in die Serienanwendung.

Neben der Sicherheit spielt auch der Wohlfühlfaktor im Auto eine immer größere Rolle. So arbeiten zum Beispiel Forscher des Autozulieferers Delphi an neuen Lichtkonzepten für den Fahrzeuginnenraum, um das Autofahren angenehmer und sicherer zu machen. Um neue Lichtstimmungen zu erzeugen, setzen die Entwickler auf Leuchtdioden (LED).

Zu den neuen Modellen, die bereits über LED zur Komfortbeleuchtung verfügen, zählt zum Beispiel der neue Mini. Dessen Lichtfarbe lässt sich auf Wunsch in fünf Stufen zwischen warmem Orange und sportlichem Blau variieren. Als dezente „Wasserfallbeleuchtung“ von oben und als indirekte Beleuchtung des Dachhimmels, der Türfächer und der Türgriffschalen sorgen die LED im Innenraum für mehr Atmosphäre. Dieses Jahr gehen weitere Fahrzeuge mit dieser Technik in Serie.

Einen weiterer Trend laut Delphi: Neben der Steuerung des Radios oder des Bordcomputers wandern immer mehr Funktionen und Tasten in das Lenkrad oder in deren Nähe, um die Bedienung des Fahrzeugs zu vereinfachen.

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