Technologische Aufholjagd
Volvo setzt auf Hybrid

Der US-Autohersteller Ford hat seiner schwedischen Tochter Volvo die Entwicklung von Hybrid-Antrieben für den europäischen Markt übertragen.

HB FRANKFURT. Volvo Cars werde dafür zehn Mrd. Kronen (rund 1,1 Mrd. Euro) innerhalb der nächsten fünf Jahre in ein Entwicklungszentrum in Göteborg investieren, sagte ein Volvo-Sprecher. Neben der Weiterentwicklung der Hybrid-Antriebe, einer spritsparenden Kombination aus Elektro- und Ottomotor, für Europa sollen dort auch sparsame Motoren mit weniger Abgasen entwickelt werden, die neben herkömmlichem Diesel auch andere Kraftstoffe nutzen können.

Ford war erst vor wenigen Tagen von seinen langfristigen Hybrid-Plänen abgerückt. Neun Monate nach der Prognose, im Jahr 2010 schon etwa 250 000 Hybrid-Fahrzeuge jährlich zu verkaufen, erklärte Co-Vorstandschef Bill Ford vergangene Woche, die Kundennachfrage werde intern inzwischen geringer eingeschätzt. Statt dessen wolle sich Ford stärker auf flexible Fahrzeuge konzentrieren, die Benzin und andere Treibstoffe wie Ethanol verwenden können. Ford wolle weiterhin an den Hybriden festhalten, doch wolle das Unternehmen auch mit anderen Technologien expandieren. So planen Ford, General Motors und Chrysler, deutlich mehr Biokraftstoff-Autos herzustellen als bislang.

Platzhirsch bei der Hybrid-Technik ist der japanische Hersteller Toyota, gefolgt vom einheimischen Konkurrenten Honda. Doch die Aufholjagd der Konkurrenz ist in vollem Gange. Erst im Herbst 2005 hatte BMW angekündigt, der Hybrid-Allianz von Daimler-Chrysler und GM beizutreten, während der Sportwagenbauer Porsche bei der Technologie künftig mit VW zusammenarbeitet. Experten räumen Hybrid-Fahrzeugen vor allem in den USA großes Potenzial ein.

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