Terrain-Response-System für jeden Untergrund
Land Rover Freelander: Engländer auf Abwegen

Im Segment der kompakten Geländewagen mangelt es nicht an Auswahl. Doch weil die meisten Kunden befestigte Straßen ohnehin nicht verlassen, ist es mit ihren Nehmerqualitäten oft nicht weit her. Eine Ausnahme bildet der Land Rover Freelander - doch seine Robustheit hat ihren Preis.

dpa HAMBURG. Viele sogenannte SUVs sind nicht viel mehr als aufgebockte PKW mit Allradantrieb. Für einen normalen PKW-Hersteller mag das genügen. Doch wer wie Land Rover seit 60 Jahren ausschließlich Geländewagen baut, muss seinen Kunden schon ein bisschen mehr bieten. Deshalb sieht die zweite Generation des Freelander nicht nur kantiger aus als die meisten Konkurrenten. Die Briten haben sich auch bei der Technik mehr Mühe gegeben.

Das hat allerdings auch seinen Preis: Mit 30 900 bis 45 000 Euro ist der Freelander deshalb teilweise deutlich teurer als Wettbewerber wie Toyota RAV-4, VW Tiguan oder Ford Kuga.

Der wichtigste Unterschied ist das sogenannte Terrain-Response-System, das in vielen Varianten serienmäßig an Bord ist. Über einen Drehknopf auf der Mittelkonsole kann man damit alle wichtigen Fahrzeugsysteme auf einmal für den entsprechenden Untergrund programmieren. Man wählt zwischen Autobahn oder Schotterpiste, Eis und Schnee oder felsigen Kletterpassagen, und die Elektronik verändert automatisch Motor- und Getriebesteuerung, die Kraftverteilung des Allradantriebs, die Regelung des Schleuderschutzes ESP und die Traktionskontrolle. Dadurch fährt der Freelander auch dort noch weiter, wo andere Offroader längst die Segel streichen. Natürlich ist das für den Besitzer ein gutes Gefühl, doch ausnutzen werden diese Fähigkeiten wohl nur die wenigsten.

Aber nur auf die Geländetechnik wollten sich die Briten nicht verlassen. Das Auto sollte den Kunden auch gefallen. Aus dem verstaubten und bisweilen etwas billigen Offroader ist deshalb mit dem Generationswechsel ein feiner Geländewagen geworden, der sich im Design stark am Discovery orientiert. Und größer wurde er obendrein: Allein in der Länge hat er rund fünf Zentimeter gewonnen.

Innen ist das Platzangebot bei 2,66 Metern Radstand vorne großzügig und hinten guter Durchschnitt, der Kofferraum schluckt 755 bis 1 670 Liter, und wem das nicht reicht, der kann bis zu zwei Tonnen an den Haken nehmen. Dazu gibt es eine dank der hohen Sitzposition und der kantigen Grundform gute Rundumsicht sowie ein sehr übersichtliches Cockpit mit einer Vielzahl von Hebeln und Schaltern, die nur Ignoranten als schlicht und klobig kritisieren. Waschechte Abenteurer dagegen loben, dass man die großen Taster auch auf unwegsamen Pfaden zielsicher bedienen kann.

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