Tesla Roadster
Fahrspaß mit gutem Gewissen

Der Tesla Roadster gilt als Auto der Zukunft. Der Zweisitzer auf Basis des Lotus Elise ist das erste Elektroauto, das weitgehend alltagstauglich ist. Und das bei Fahrleistungen, die Sportwagen-Hersteller unruhig werden lassen. Jetzt geht der Elektro-Flitzer in Serie, europäische Tesla-Fans müssen sich aber noch etwas gedulden.

dpa HAMBURG. Die Experten sind sich einig: Das Auto der Zukunft fährt elektrisch. Nur bis es soweit ist, wird es noch etwas dauern. Das zumindest sagen die Autohersteller und verweisen auf viele Hürden, die Batterien oder Brennstoffzellen noch nehmen müssen.

Beim kalifornischen Unternehmen Tesla sieht man das anders: Statt etwa auf die ersten Lithium-Ionen-Batterien fürs Auto zu warten, haben die Entwickler fast 7 000 Laptop-Akkus kurzerhand zu einem Energiespeicher gebündelt und drum herum einen Roadster gebaut, der seit Monaten in aller Munde ist. Denn der Zweisitzer auf Basis des Lotus Elise gilt als erstes Elektroauto, das weitgehend alltagstauglich ist, jetzt in Serie produziert und ab Mai 2009 für knapp 120 000 Euro auch in Europa verkauft wird.

Anders als bisherige Öko-Autos predigt Tesla nicht den Verzicht. Autofahren dürfe mit reinem Gewissen noch Spaß machen, bringt Marketing-Chef Derryl Siry die Botschaft auf den Punkt. Deshalb startet Tesla nicht mit einem abgespeckten Stadtflitzer oder einem aufgerüsteten Golfwagen, sondern mit einem waschechten Sportwagen.

Entsprechend sind seine Fahrleistungen: Obwohl die Batterie das Gewicht auf 1,2 Tonnen treibt, beschleunigt der Tesla schneller als die meisten Porsche. Er schießt davon wie die Autos auf einer Spielzeugrennbahn, braucht nur 3,9 Sekunden für den Spurt aus dem Stand auf Tempo 100 und macht auch bei höheren Geschwindigkeiten mit jedem Tritt aufs Gaspedal noch einmal einen Satz nach vorne. Allerdings haben die Entwickler die Höchstgeschwindigkeit auf 200 km/h begrenzt.

Möglich werden die imponierenden Fahrleistungen mit einem 225 kW/300 PS starken Elektromotor an der Hinterachse, der kaum größer ist als eine Wassermelone und weniger wiegt als zwei Zementsäcke. Anders als bei Verbrennungsmotoren steht seine maximale Anzugskraft bereits ab der ersten Umdrehung zur Verfügung: Deshalb beschleunigt der Roadster, als würde er von einem Katapult geschossen. Bremst man den Wagen ab, arbeitet der Motor als Generator und lädt die Akkus.

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