Tesla Roadster
Zum Tanken an die Steckdose

Für Tesla Motors steht eines fest: Die Zukunft gehört dem guten alten Elektroauto. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde ist der Tesla Roadster das schnellste elektrisch angetriebene Serienauto aller Zeiten. Und das erfolgreichste dazu.

BERLIN. Europas Autobauer schwören auf den Diesel und sind von der Zukunft des Verbrennungsmotors überzeugt. Die Japaner setzen auf den Hybridantrieb, der den Diesel- bzw. Ottomotor mit einem E-Motor kombiniert. Und woran glauben die Amerikaner? Zumindest für Tesla Motors, dem ersten kalifornischen Autohersteller ist die Sache klar: Die Zukunft gehört dem guten alten Elektroauto. Schon vor über 100 Jahren surrten rein elektrisch fahrende Autos über amerikanische und deutsche Straßen und stahlen den Benzinern für kurze Zeit die Show. Jetzt scheint die Zeit der Benzinkutschen jedoch gezählt. Die rasant gestiegenen Kraftstoffpreise und das unvermeidliche Ende des Erdöls beschleunigen die Suche nach alternativen Antrieben.

Bei Tesla Motors hat die Alternative einen 250 PS starken Drehstrommotor, sprintet in rund vier Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometern und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro Stunde. Der Tesla Roadster ist das schnellste elektrisch angetriebene Serienauto aller Zeiten. Und das erfolgreichste dazu: Die ersten 100 Exemplare des 100 000 Dollar teuren Elektroflitzers wurden innerhalb von nur drei Wochen verkauft, teilte der Autohersteller mit.

Laut Unternehmensangaben (Slogan: „Burn rubber, not gasolin.“) ist das Fahrzeug doppelt so effizient wie das Hybridmodell Toyota Prius und fünfmal effizienter als ein Porsche Turbo. „Unser Ziel war es ein Auto zu bauen, dass keinerlei Emissionen hat und trotzdem jede Menge Fahrspaß bietet“, sagt Firmenchef Martin Eberhard, ein Sohn deutscher Emigranten. 2003 gründete der Elektro- und Computer-Ingenieur das Unternehmen als StartUp im Silicon Valley – finanziell unterstützt von den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin, dem Ebay-Milliardär Jeff Skoll und Elon Musk, Mitgründer des Online-Bezahldienstes Paypal. Karosserie und Chassis des schnittigen Zweisitzers entstehen bei der renommierten britischen Sportwagenschmiede Lotus, der Motor kommt aus Taiwan, die Montage des Fahrzeugs erfolgt in den USA.

Mit der Idee Strom als Kraftstoff zu nutzen, ist Tesla Motors nicht allein. Bereits vor ein paar Jahren sah es so aus, als stehe das Elektroauto vor einem Comeback. General Motors baute den EV-1, Toyota den RAV-EV und Ford den Th!nk. Die Modelle verkauften sich allerdings so schlecht, dass sie wieder vom Markt genommen wurden. Das Problem waren zu lange Akku-Ladezeiten und viel zu kurze Reichweiten.

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