Test
ADAC findet Frostlöcher in Dachboxen

Laut dem Automobilclub eignet sich nicht jede Dachbox für den Winterurlaub. Und der Testsieger mogelt kräftig bei der Angabe des Stauraum-Volumens.
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München30 Prozent kleiner als angegeben oder bei Frost wird das Material spröde: Nicht jede Dachbox ist für den Skitransport geeignet, das hat sich beim aktuellen Dachboxen-Test des ADAC ergeben. Geprüft wurde vom Club in den Kategorien Gestaltung, Handhabung, Fahrtests und Crash-Sicherheit. Da bei mehreren Boxen die Montage schwer fiel und sie nicht immer stabil befestigt werden konnten, sollten die Hersteller nachbessern, hieß es aus München.

Mit „mangelhaft“ fällt die MAC Daytona 500 durch. Beim Crash schlugen die Skier durch und die gesamte Box wurde zum Geschoss. Für kalte Temperaturen ist sie zudem wenig geeignet. Trotz falscher Größenangabe ist die Thule Dynamic 800 mit der Note 2,0 Testsieger. Damit ist die teuerste Box im Test auch die Beste. Insgesamt ereichen vier der acht getesteten Stauraumerweiterungen ein „gut“, drei die Note „befriedigend“.

Minus 20 Grad Celsius sind der MAC Daytona zu kalt. Der Kältetest riss ein großes Loch in den Deckel. Wie die Halter richtig angebracht werden, ist in der Montageanleitung nicht ausreichend beschrieben und das Risiko damit sehr hoch, dass die Box im Crashtest vom Dach rutscht.

Ergebnisse des ADAC Dachbox-Tests 2011

Bei höheren Autos schlecht zu montieren ist auch die Kamei Husky XXL, dafür ist sie sehr geräumig. Beim Ausweichtest verrutschte neben der MAC Daytona (Kaufpreis 180 Euro) auch die Atera Certo 560 (Kaufpreis 520 Euro). Die Klemmkraft der Befestigung reichte nicht aus, ansonsten ist die Verarbeitung und Handhabung dieses Huckepack-Stauraums überdurchschnittlich gut.

 

Wer weiß, dass die Thule Dynamic 800 ein Drittel weniger Stauraum bietet als vom Hersteller ausgewiesen, fährt ansonsten gut damit. Die nahezu perfekte Verarbeitung und Handhabung des Testsiegers überzeugte. Durch ein Schnellspannsystem ist sie einfach zu bedienen, ein beidseitig zu öffnender Deckel erleichtert die Be- und Entladung.

Die zweitplatzierte Jetbag Family 455 von A.T.U. liegt preislich deutlich günstiger und ist sehr leicht. Sie lässt sich allerdings nur einseitig öffnen und kann nicht alleine montiert werden.    

 

Wer Skier mit einer Dachbox transportieren will, sollte laut ADAC Decken unter die scharfen Kanten legen und den vorderen Bereich mit Taschen oder Deckel ausstopfen. Empfehlenswert ist es, die Skilänge vorher zu messen und beim Kauf genauer auf die Größe der Dachbox achten. Wer eine bequeme Montage schätzt, sollte auf Schnellverschlüsse zurückgreifen.

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