Test
Chrysler 300c Touring 3.0 CRD

Der Chrysler 300c ist ein echter Hingucker. Doch das Auto hatte bisher eher amerikanisch dimensionierte Motoren; mit Europa waren sie wenig kompatibel. Nun bringt Chrysler den 300c auch mit einem Diesel heraus.

dpa-infocom HAAR. Damit bekommt das amerikanische Auto einen Motor nach europäischem Geschmack. Der Dreiliter-V6 ist im Prinzip von verschiedenen Modellen des Konzernpartners Mercedes her bekannt. Dort gibt es zwei Varianten, die 280 CDI und 320 CDI heißen. Außerdem erfüllt der 300c 3.0 CRD die Euro-4-Abgasnorm und besitzt einen serienmäßigen Partikelfilter.

Die Fahrleistungen mit dem Diesel sind spektakulär: Der Touring beschleunigt damit in 7,9 Sekunden auf Tempo 100. Damit überholt das Auto spielend den teureren 3.5 V6. Subjektiv merkt man von der Kraft des großen Kombis allerdings wenig - wie üblich bei großen, gut schallgedämmten Autos. Die Höchstgeschwindigkeit des 3.0 CRD liegt bei 227 km/h - das ist ebenfalls mehr als der 3,5-Liter-Benziner schafft. Dabei bleibt der Spritverbrauch mit 8,1 Litern Diesel vergleichsweise niedrig.

Hartes Fahrwerk

Den 3.0 CRD gibt es ausschließlich mit Hinterradantrieb. Das Fahrwerk des 300c Touring reicht angesichts seines weniger sportlichen Charakters aus. Bei Bodenunebenheiten fällt die recht harte Federung auf. In Kurven neigt sich der 300c Touring etwas nach außen. Gegen eine sportliche Gangart spricht neben dem Fahrwerk auch die Fünfgang- Automatik. Wer lieber sportlich mit der Hand schaltet, guckt beim 300c in die Röhre: Alle Modelle sind ausschließlich mit Automatik zu haben.

Kofferraum: Platz für 630 bis 1 612 Liter

Öffnet man den Kofferraum, so fällt zunächst die weit nach oben schwingende Klappe auf. Da sie bis weit ins Dach hineinreicht, kann sich an der offenen Hecktür keiner stoßen. Der Kofferraum fasst 630 bis 1 612 Liter. Zum Vergleich: Ein Mercedes E-Klasse T-Modell lädt maximal 690 bis 1950 Liter ein, obwohl das Auto fast 20 Zentimeter kürzer ist als der Chrysler. Nach dem Umlegen der Rücksitzlehne ergibt sich bei unserem Kombi eine nicht ganz ebene Ladefläche. Die Zuladung fällt mit 536 Kilo akzeptabel aus - der Kombi der E-Klasse bietet hier mit 575 Kilo nicht viel mehr.

Ab 39 000 Euro

Den 300c Touring mit dem Diesel gibt es ab 39 000 Euro. Da die Fahrleistungen besser und der Spritverbrauch niedriger als beim 3.5 sind, gibt es kaum mehr Argumente für den 2 500 Euro teureren Benziner. Aber auch im Vergleich zur Konkurrenz ist der Touring äußerst günstig. Das Mercedes E-Klasse T-Modell kostet als 320 CDI über 10 000 Euro mehr. Dabei ist der Chrysler alles andere als mager ausgestattet. So gehören Xenonscheinwerfer, ein CD-Radio, elektrisch einstellbare Vordersitze, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, 18-Zoll- Alufelgen und sogar eine elektronische Einparkhilfe fürs Heck zur Grundausstattung.

Fazit: Europakompatibel

Bisher gab es fast nur amerikanisch dimensionierte Benziner für den 300c. Der Diesel macht das Auto nun europakompatibel. Damit ist der 300c Touring ein sehr empfehlenswerter Kombi. Es ist vor allem das tolle Design, der gute Diesel und der unschlagbare Preis, die für den Amerikaner sprechen. 10 000 Euro Preisdifferenz zum Stuttgarter Kombi sind wahrlich ein Wort.

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