Test: Opel Insignia Grand Sport 1.5 DIT Geschmeidiger Gernegroß

Mit der neuen Generation tut sich was beim Insignia: Das Handling verbessert, mehr Platz im Innenraum. Auch dank eines neuen Bediensystems und neuen Extras erklimmt Opels Flaggschiff eine höhere Stufe.
  • Mario Hommen
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Gutes Handling, komfortables Fahrwerk: Die Abstimmung des neuen Opel Insignia ist gelungen Quelle: Opel
Gutes Handling, komfortables Fahrwerk:

Die Abstimmung des neuen Opel Insignia ist gelungen

Kommt es bei Autos zu einem Generationswechsel, stellt sich meist die Frage, ob die Neuauflage nun einen evolutionären oder revolutionären Entwicklungsschritt verkörpert. Im Fall des Insignia ist eindeutig letzteres der Fall. Von seinem Vorgänger hat sich das Topmodell der Opelaner deutlich abgehoben. Unterwegs im Insignia mag man sich fast schon wundern, dass man in einem Opel sitzt.

Bereits mit seiner Außenoptik versprüht der neue Insignia eine ganz andere Aura als sein Vorgänger. Die Proportionen wirken stimmiger, die Blechhaut eleganter. Einerseits. Andererseits sieht die Schrägheck-Limousine auch ein wenig beliebiger aus als zuvor. Wäre nicht der chromglänzende Opel-Blitz im Kühlergrill, könnte dieses Auto auch bei einigen anderen Marken für frischen Wind sorgen.

Ebenfalls deutlich gewonnen hat der Innenraum. Während der Insignia ein raumökonomisches Desaster war, bietet die Neuauflage eine deutlich geräumigere Fahrgastzelle. Angesichts von fast 4,90 Meter Länge ist der Grand Sport zwar kein Raumwunder, doch beklagen muss sich keiner.

Der lange und etwas flache Kofferraum nimmt bis zu 490 Liter auf. Wird die Rückbanklehne nach vorne geklappt, werden 1.450 Liter daraus. Obwohl optisch eher Limousine als Kombi, beeindruckt der Grand Sport mit fast schon kombiartigen Transporttalenten.

Wie Opel zum Dienstwagen-Liebling werden will
Auf geht's in Runde zwei:
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Opel bringt am 24. Juni den neuen Insignia zu den Händlern. Das Mittelklassemodell tritt dann als Fließhecklimousine mit dem Namenszusatz Grand Sport und als Kombi an...

Opel Insignia Grand Sport
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Für die Limousine werden in Verbindung mit dem neuen 1,5-Liter-Turbobenziner mit 140 PS mindestens 25.940 Euro fällig, der Sports Tourer genannte Lastenträger kostet 1.000 Euro Aufpreis.

Zur Wahl stehen zum Markstart Vierzylinder-Otto- und Dieselmotoren. Das Leistungsband reicht von 110 PS bis zu 260 PS ...

Opel Insignia Sports Tourer und Grand Sport
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Für die Limousine werden in Verbindung mit dem neuen 1,5-Liter-Turbobenziner mit 140 PS mindestens 25.940 Euro fällig, der Sports Tourer genannte Lastenträger kostet 1.000 Euro Aufpreis. 

Opel Insignia Grand Sport
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Bei seiner Weltpremiere Anfang März auf dem Genfer Automobilsalon war der neue Insignia angesichts des Verkaufs von Opel an den französischen PSA-Konzern eher Nebensache, jetzt stand die coupéhaft geschnittene Limousine zu ersten Testfahrten bereit ...

Schon der Insignia der ersten Generation war kein kleines Fahrzeug
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Die Neuauflage legt aber noch eine Schippe drauf...

Im Vergleich zum Vorgänger hat der Neue in der Länge um sechs Zentimeter auf 4,90 Meter zugelegt
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Der Radstand wurde um 9 Zentimeter auf 2,84 Meter gestreckt. Ganz schön imposant für ein Fahrzeug, das gegen VW Passat, Ford Mondeo oder Skoda Superb antritt.

Die um drei Zentimeter abgeflachte Dachlinie nimmt aber einen Teil der Wuchtigkeit, ebenso wie die nun verkürzten vorderen und hinteren Überhänge...

Opel Insignia Grand Sport
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Die um drei Zentimeter abgeflachte Dachlinie nimmt dem gewachsenen Insignia einen Teil der Wuchtigkeit, ebenso wie die nun verkürzten vorderen und hinteren Überhänge.

Ansonsten bietet der Insignia schöne Materialien, noble Ausstattungsdetails und ein angenehm aufgeräumtes Bedienkonzept. Lange Jahre hat man bei Opel auf eine Vielzahl von Knöpfen und Schaltern und im Fall des alten Insignia auch auf ein stark redundantes Bedienkonzept gesetzt.

Die Kommandozentrale des neuen Insignia ist deutlich strenger strukturiert. Es gibt einen großen Touchscreen, ein paar Knöpfe in der Mittelkonsole und lediglich am Lenkrad eine größere und leicht verwirrende Anzahl von Tasten.

Im Zentrum des Bedienkonzepts steht das berührungsempfindliche Farbdisplay. Die Menüführung ist nicht immer auf den ersten Blick selbsterklärend, doch wenige Versuche reichen, um einen Radiosender oder eine neue Route festzulegen. Dabei reagiert der Touchscreen schnell und präzise auf die Eingaben der Fingerspitze. Nicht alles geht über das Display, denn zum Einstellen von Klimaanlage, Abstandstempomat oder Sitzheizung und -belüftung sind weiterhin feste Schalter vorhanden.

Aufgeräumt und wohnlich präsentiert sich der Arbeitsplaz im neuen Opel Insignia Quelle: Opel
Aufgeräumt und wohnlich

So präsentiert sich der Arbeitsplatz im neuen Opel Insignia

Per Schalter wird auch der Motor gestartet, denn das Zündschloss hat ausgedient. Den Türöffner darf man als Fahrer also ruhig in der Hosentasche belassen. Ob der Motor läuft oder nicht, ist akustisch schwer auszumachen. Der aufgeladene 1,5-Liter-Vierzylinderbenziner gibt bei Standgas nur zaghafte Lebensäußerungen von sich und verrichtet seine Arbeit auch sonst angenehm kultiviert.

Fordert man Leistung, ist der Antrieb dennoch quicklebendig. Dank 121 kW/165 PS und 250 Newtonmeter Drehmoment kommt der 1,4-Tonner in Kombination mit der manuellen Sechsgang-Schaltung in 8,9 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100, maximal sind 222 km/h drin.

Der Fond im Insignia bietet gute Beinfreiheit, die Kopffreiheit könnte indes großzügiger ausfallen Quelle: Opel
Der Fond im Insignia bietet gute Beinfreiheit

Die Kopffreiheit könnte aber großzügiger ausfallen

Manchmal ruckelt es im Antrieb, die Gangschaltung hat etwas lange Wege und bei Zwischensprints muss man auch mal ein oder zwei Gänge runterschalten. Doch ansonsten ist der Benziner ausgewogen, spritzig und bei zurückhaltender Fahrweise sogar einigermaßen effizient. Bei betont sparsamer Fahrweise liegt der reale Spritkonsum nur wenige Zehntelliter über dem Normverbrauch von 6,0 Liter. Bei etwas zügiger Gangart muss man mit Werten zwischen sieben und acht Litern rechnen.

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