Testfahrt im Audi Quattro Concept: Daumen drücken für die Serienfertigung

Testfahrt im Audi Quattro Concept
Daumen drücken für die Serienfertigung

Die schönsten Geschenke macht man sich selbst. Das wissen auch die Designer und Entwickler von Audi und haben deshalb zum 30. Geburtstag des Quattro die Studie eines neuen Allrad-Sportwagens auf die Räder gestellt.
  • 0

Eigentlich nur als Schaustück für die Automesse in Paris gedacht, verdichteten sich nach der begeisterten Reaktion des Publikums die Gerüchte über eine Kleinserienproduktion. Die Entscheidung darüber, ob der Wagen in Serie geht, soll noch im ersten Halbjahr 2011 fallen. Höchste Zeit für eine Testfahrt.

Die beginnt ganz anders als mit so vielen Designstudien der letzten Monate ungewöhnlich laut. Während die allermeisten Showstarts aus Paris oder Genf mit einem Elektroantrieb flüsterleise unterwegs sind, brüllt hinter dem schwarzen Kühlerschlund des Quattro Concepts ein klassischer Benziner, der mit Turbo und Direkteinspritzug allerdings zu den modernsten Vertretern seiner Art zählt. Und noch etwas ist anders an diesem Auto. Wo man die Messemodelle sonst allenfalls im Schritttempo bewegen darf, ermuntert der Beifahrer beim Quattro zum beherzten Tritt aufs Gaspedal. Schließlich muss an einen Sportwagen auch sportlich fahren.

So stürmisch wie bei der Rallye Monte Carlo

Also stürmt der Wagen los, als gelte es noch einmal eine Rallye zu gewinnen, wie es zum Beispiel Walter Röhrl in den achtziger Jahren in Serie getan hat. Ausgesprochen leichtfüßig, präzise und vor allem schnell, sehr schnell jagt der 4,28 Meter kurze Zweitürer durch die Serpentinen, schneidet durch die Kurven wie ein warmes Messer durch weiche Butter und beißt sich beim Bremsen so fest in den Asphalt, dass man schon um das Profil der 20-Zöller auf den Rennsportfelgen mit Zentralverschluss fürchten mag.

Was die Studie so schnell und handlich macht, ist nicht nur ihr Fünfzylinder, der aus 2,5 Litern Hubraum 408 PS holt und bis zu 480 Nm mobilisiert. Seine Dynamik verdankt der Quattro auch dem konsequenten Karosseriekonzept. Denn das Auto wurde weitgehend aus Aluminium und Karbon gebaut und wiegt deshalb nur 1.300 Kilogramm.

Das ist exakt so viel wie der legendäre Sport-Quattro von 1984 und etwa 20 Prozent weniger als bei konventioneller Bauweise. Selbst wenn die Studie nicht in Serie gehen sollte, ist das eine Botschaft mit Bestand, sagt Projektleiter Stephan Reil: "Wir müssen und wir werden die Gewichtsschraube zurückdrehen."

Seite 1:

Daumen drücken für die Serienfertigung

Seite 2:

Sportler mit vornehmer Seele

Kommentare zu " Testfahrt im Audi Quattro Concept: Daumen drücken für die Serienfertigung"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%