Testflotte
Google schickt Roboterautos auf die Straße

Autos, die von alleine fahren, sind aus Science-Fiction-Geschichten nicht wegzudenken. Seit Jahren arbeiten Autokonzerne an solchen Technologien, jetzt schickt der Internet-Riese Google eine Testflotte auf die Straßen. Die Zukunft wird greifbar, und wirft Fragen auf.
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dpa SAN FRANCISCO/BERLIN. Dass früher oder später von Computern gesteuerte Autos auf den Straßen fahren werden, war eigentlich schon klar. Nun mischt auch der Internet-Riese Google mit und bringt eine Testflotte in den Straßenverkehr. Ob Mobilfunk, Medien oder Buchbranche, Google ist bereits in vielen Geschäftsbereichen aktiv, nun ist die Autoindustrie an der Reihe. Und der Plan ist ein weiterer Beleg für Googles großes Zukunftsprojekt: Künstliche Intelligenz.

Mehr als 1.000 Meilen (1.600 Kilometer) fuhren die sieben Google-Autos bereits ganz ohne menschliches Eingreifen, insgesamt mehr als 225.000 Kilometer. Erstaunlich ist, wie lange Google das Projekt geheim halten konnte. Gelegentlich waren die Roboterwagen seit mindestens einem Jahr Fahrern in Kalifornien aufgefallen - sie hielten sie jedoch für modernisierte Street-View-Autos. Die Polizei wusste über die Testfahrten Bescheid, wie Chefentwickler Sebastian Thrun in einem Blogeintrag betonte.

Google ist selbstverständlich nicht allein unterwegs. Auch Autohersteller arbeiten seit Jahren an solcher Technik und setzen sie in Warnsystemen zum Teil auch schon ein. Das Auto erkennt dann zum Beispiel die Schilder am Straßenrand sowie Menschen oder Tiere, die sich auf die Fahrbahn zubewegen. Oder es strafft schon die Sicherheitsgurte an, wenn ein Aufprall droht.

Vor wenigen Tagen verkündeten zudem Forscher aus Braunschweig stolz, ihr umgebauter VW Passat namens "Leonie" habe als weltweit erstes vollautomatisch gesteuertes Fahrzeug eine Strecke im realen Straßenverkehr zurückgelegt.

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