Tipps zum Reifenwechsel
Im Dunkeln fühlen sie sich am wohlsten

Wer sein Fahrzeug jetzt von Sommer- auf Winterreifen umrüstet, sollte seine Pneus richtig einlagern und sie nicht einfach achtlos in der Garage abstellen. Wichtig sind Kennzeichnung, Erhöhung des Luftdrucks, Kontrolle auf Schäden, Beachtung des Alters und dunkle Lagerung.

Die Reifen sollten vor dem Abmontieren gekennzeichnet werden. Am besten mit Kreide die Lauf­richtung und die Position markieren - etwa VR = vorne rechts, VL = vorne links, HR = hinten rechts und HL = hinten links. Dadurch ist es möglich die Reifen im nächsten Winter wieder an gleicher Position zu montieren. Je nach Profiltiefe können auch die Reifen der Vorderachse mit denen der Hinterachse getauscht werden. Dadurch werden die Reifen gleichmäßiger abgefahren.

Den Luftdruck um 02 bis 0,5 bar erhöhen.

Die Reifenoberfläche auf Schäden untersuchen und Fremdkörper aus dem Profil entfernen.

Die Reifen kühl, trocken und dunkel lagern. Darauf achten, dass sie nicht mit Öl, Fett oder Lösungsmitteln in Berührung kommen.

Reifen ohne Felgen senkrecht aufstellen. "Reifen auf Felgen nur hängend oder gestapelt lagern", sagt TÜV-Experte Mylius, "ohne Felgen ist jedoch eine stehende Aufbewahrung zu empfehlen. Um Druck­stellen zu vermeiden, die Reifen etwa alle vier Wochen drehen."



Wer zu Hause für Reifen keinen Platz hat, kann sie auch gegen Gebühr beim Reifenhändler einlagern lassen.

Bei Winterreifen sollte man darauf achten, dass die Profiltiefe mindestens noch vier Millimeter beträgt. Generell schreibt der Gesetzgeber mindestens 1,6 Millimeter vor.

Neben verlängertem Bremsweg und reduzierter Seitenführung in Kurven erhöht sich bei ab­nehmender Profiltiefe auch die Aquaplaninggefahr enorm. "Mit einer Ein-Euro-Münze läst sich die Profil­tiefe ganz einfach überprüfen", weiß TÜV-Fachmann Mylius. "Verschwindet der Goldrand komplett in der Rille, sind mindestens vier Millimeter Reserve vor­handen."

Beschädigte Reifen, die Beulen oder Risse aufweisen, gehören fachgerecht ent­sorgt. Stecken Fremdkörper (Nägel, Scherben) in der Lauffläche, muss eine Fach­werkstatt den Reifen untersuchen und gegebenenfalls reparieren. Einseitig ab­gefahrene Laufflächen sind meist Indiz für eine fehlerhafte Fahrwerks­ein­stellung. Auch hier die Werkstatt aufsuchen. Zu geringer Luftdruck ist nicht nur ein Sicher­heits­risiko, sondern erhöht auch den Verschleiß des Reifens sowie den Kraftstoff­verbrauch. Daher mindestens einmal im Monat den vor­ge­schriebenen Luftdruck (siehe Betriebsanleitung) überprüfen.

Reifen, die älter sind als sechs Jahre, sollten unabhängig von der Profiltiefe über den Handel entsorgt werden. Sie verhärten mit der Zeit und bieten dann nicht mehr die notwendige Haftung.

Winterreifen, die älter als fünf Jahre alt sind, verlieren zunehmend an Grip bei Nässe oder auf Eis und Schnee. Das Alter des Reifens lässt sich anhand der "DOT-Kennziffer" auf der Seitenwand bestimmen. Die ersten beiden Ziffern stehen für die Produktionswoche, die letzten beiden für das-jahr. Beispiel: 2504 = 25. Woche 2004. Vor 2000 war eine dreistellige Kennziffer üblich. Hier wies die letzte Ziffer das auf das Produktionsjahr hin: 259 = 25. Woche 1999.

Auch Schneeketten brauchen Sommer-Pflege

Auch Schneeketten brauchen etwas Pflege, sollen sie über Jahre hinweg ihren Dienst tun. Bevor man sie im Frühjahr "einmottet", sollte man sie gründlich waschen und vor dem Wegpacken gut trocknen lassen.

Manche Schneeketten-Hersteller bieten von April bis September einen besonderen Service an. Dabei werden defekte Glieder ausgetauscht und die Ketten auf Wunsch neu verzinkt. Passen die Ketten nicht mehr zum Auto, weil man sich beispielsweise ein Fahrzeug mit einer anderen Reifengröße zulegt hat, kann es sich lohnen, gut erhaltene Ketten umarbeiten zu lassen. Auskünfte darüber gibt es beim ADAC und im Fachhandel.

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