Toyota Corolla Verso
Dezentes Facelift für den Van

Bei Vans kommt es weniger auf die Optik an - sie sollen praktisch sein und viel Platz bieten. Dass der leicht geliftete Toyota Corolla Verso beides beherrscht, stellt er im Test unter Beweis.

dpa-infocom HAAR. Die Designer von Toyota haben dem Corolla Verso nur ein dezentes Facelift verpasst. Die leichten Design-Änderungen sind an der Front am auffälligsten. Der Stoßfänger ist größer und der Kühlergrill erhielt eine Maschenstruktur. Außerdem unterzog Toyota die Front- und Heckleuchten aller Ausstattungsvarianten einer leichten Änderung und versah sie beispielsweise mit einer abgedunkelten Innenverschalung. Zudem wurde den Rückleuchten eine frische Klarglasoptik verpasst. Bei der Bezeichnung bleibt alles beim Alten. Der Kompakt-Van darf seinen Namen behalten, während der Hersteller Limousine und Kombi in Avensis umgetauft hat.

Durchdachtes Sitzkonzept

Vor allem Großfamilien werden am serienmäßigen Easy7-Sitzkonzept Gefallen finden. Die Einzelsitze der zweiten und dritten Sitzreihe lassen sich bei Bedarf in Windeseile im Fahrzeugboden versenken, so dass eine große und ebene Ladefläche entsteht. Doch ist die relativ harte Bestuhlung des Verso nicht sonderlich bequem. Außerdem sollten sich auf den Plätzen sechs und sieben nur kleingewachsene Passagiere niederlassen, da das Platzangebot eingeschränkt ist. Der Vorteil am Sitzkonzept von Toyota ist, dass die Bestuhlung bei Nichtgebrauch im Fahrzeug verbleiben kann und somit stets zur Verfügung steht. Das Kofferraumvolumen beträgt je nach Anzahl der Insassen zwischen 63 und 1 785 Liter.

Spitzengeschwindigkeit von 195 Stundenkilometern

Der 136 PS starke Van ist mit einem 2,2-Liter-Dieselmotor bestückt. Der Selbstzünder wuchtet ein maximales Drehmoment von 310 Newtonmeter auf die angetriebenen Vorderräder und beschleunigt in 10,2 Sekunden auf Tempo 100. Das ist keine Spitzenzeit, aber für den normalen Gebrauch ist der Toyota allemal agil genug. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 195 km/h erreicht. Im Modelljahr 2007 kommt erstmals ein wartungsfreier Partikelfilter beim 2,2-Liter-Dieselmotor zum Einsatz. Der Verbrauch soll bei durchschnittlich 6,6 Liter liegen.

Straffes Fahrwerk

Ganz untypisch für einen Van ist der Corolla Verso recht straff gefedert. In Kurven und bei flotter Fahrweise wirkt das sportliche Fahrwerk sehr angenehm. Trotz seiner hohen Bauweise neigt sich der Toyota auch bei höherem Tempo nicht zur Seite. Die Lenkung ist fast schon ein bisschen zu leichtgängig und dadurch etwas schwammig. Ähnlich verhält es sich mit der Sechsgang-Schaltung. Die Kupplung ist verhältnismäßig schwergängig.

Umfangreiche Serienausstattung

Die Serienausstattung in der Executive-Version ist äußerst umfangreich. So sind beispielsweise eine Front- und eine Heckkamera mit Einparkfunktion, Nebelscheinwerfer, 16-Zoll-Alumetallfelgen, ein Multimedia-Navigationssystem, eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung und eine Klimaautomatik ohne Aufpreis an Bord. Als Sonderausstattung sind für den Corolla Verso unter anderem ein ipod-Anschluss, ein Glasschiebedach und ein DVD-Entertainment-System mit zwei Bildschirmen erhältlich. Trotz umfangreicher Serienausstattung ist der Corolla Verso Exclusive nicht gerade billig. 28 900 Euro wollen die Japaner für die Basisvariante ihres Kompakt-Vans haben.

Fazit: Kraftvoller Motor, cleveres Konzept

Der Toyota Corolla Verso ist ein optisch eher unauffälliges Auto. Der Japaner kann vor allem durch den laufruhigen und dennoch kraftvollen Dieselmotor und das sehr durchdachte Easy7-Sitzkonzept überzeugen. Das Fahrwerk ist sportlich straff. Zwar ist die Serienausstattung in der Topvariante Executive sehr üppig, aber auch nicht ganz billig.

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