Toyota Verso-S im Test: Außen kompakt, innen geräumig

Toyota Verso-S im Test
Außen kompakt, innen geräumig

Vans in der Vier-Meter-Klasse finden reißenden Absatz. Kein Wunder, denn sie sind handlich und trotzdem geräumig, man kann bequem einsteigen und viel verstauen. Nach Hyundai mit dem ix20 bringt jetzt Toyota den Verso-S an den Start. Mit dem kleinen Raumkreuzer für 14 950 Euro wendet sich Toyota an Familienväter und Lademeister.
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BerlinDer Verso-S basiert auf dem Yaris und übernimmt auch dessen Linienführung. Allerdings sind seine Scheinwerfer kantiger, entlang der Flanke gibt ihm ein markanter Falz etwas mehr Charakter. Von hinten erinnert das dreieckige Blech der C-Säule verdächtig an die Mercedes A-Klasse. Angepasst haben die Japaner das Format: Zwar ist der Verso-S mit 3,99 Metern der kürzeste Van im Segment, doch überragt er seinen Plattform-Bruder um rund 20 Zentimeter und geht eine gute Handbreit in die Höhe.

Viel Raum für alle Möglichkeiten

Das schafft innen viel Raum: Weil die Sitze ungewöhnlich schlank sind und der Radstand 2,55 Meter misst, kann man vorne sehr bequem und selbst im Fond noch ganz ordentlich sitzen. Außerdem bietet der Verso-S mit 429 Litern Kofferraum sogar mehr Ladevolumen als ein Opel Astra. Wenn das nicht reicht, genügt ein einziger Handgriff und schon fallen die geteilten Lehnen der Rückbank nach vorne. So entsteht eine ebene Ladefläche. Sie fasst 1388 Liter - groß genug für den Einkauf im Möbelhaus oder den Umzug in die Studentenbude.

Dazu gibt es noch eine ganze Reihe praktischer Ablagen, von der Schublade unter dem Beifahrersitz bis zum Geheimfach unter dem Kofferraumboden. Nur auf die in dieser Klasse oft verschiebbare Rückbank haben die Japaner leider verzichtet.

Schluss mit dem Einheitsgrau

Technisch basiert der Verso-S auf dem aktuellen Yaris, innen mutet er aufgrund des besseren Materials jedoch ein wenig wie dessen Nachfolger an. Aus der ebenso billigen wie tristen Kunststofflandschaft vor der ersten Reihe ist ein halbwegs attraktives Cockpit geworden. Noch immer dominieren Grau und Schwarz, aber nun gibt es zumindest ein paar silberne Einsprengsel und weich hinterschäumte Oberflächen. Auf den ersten Blick wirkt der Verso-S deshalb liebevoll gestaltet. Erst wer genauer hinschaut, runzelt die Stirn zum Beispiel über Stoffmatten als Verkleidung der Sitzgestelle oder die weichen Polster in den ansonsten sehr bequemen Sesseln.

Als designierte Familienkutsche hat Toyota den Verso-S nicht nur relativ komfortabel abgestimmt, sondern bei der Ausstattung auch auf die Sicherheit geachtet: Neben dem ESP sind sieben Airbags an Bord. Dafür muss man für die Klimaanlage 1200 Euro extra bezahlen, und auch das Panoramadach kostet 450 Euro. Das vielleicht ungewöhnlichste Extra ist das Navigationssystem, das übers Handy mit dem Internet verbunden werden kann: Erstmals in dieser Fahrzeugklasse gibt es hier Sonderziele von Google und sogar Apps zum Download.

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  • Habe am Samstag den Honda Jazz mit dem Toyota Verso S vergleichen können.

    Fazit: Mit dem neuen Hybrid-Modell baut Honda mit dem Jazz den weltweit besten Kleinwagen. Nachdem die alten Schwächen beseitigt wurden (bockiges Fahrwerk, nicht axial verstellbares Lenkrad), bleiben nur noch Vorteile wie das einfach geniale Sitzkonzept. Für 19000 Euro bekommt man einen tollen Wagen mit ABS, ESP, Automatik, Klimaautomatik, Tempomat, el. Panoramadach bei 4,5l Verbrauch—einfach unschlagbar.

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