Unterwegs im Maserati Levante Passt auch auf Eis

Maserati hat das Fremdgehen entdeckt. Wichtige Modelle der Sportwagenmarke etablieren sich mehr und mehr auf einem Terrain, das bis vor kurzem für Fahrzeuge mit Dreizack im Logo noch Tabu war.
  • Peter Maahn
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  • Spotpress
Allrad macht´s möglich. Für Maserati ist das eine allerdings noch junge Technik Quelle: Maserati
Ein Maserati auf Eis und Schnee? Noch ist das für viele ein ungewohntes Bild

Allrad macht´s möglich. Für die italienische Sportwagenmarke ist das eine allerdings noch junge Technik

Ein Blick ins Lexikon verrät: Der „Levante“ ist ein warmer Ostwind, der sich gen Westen durch die Straße von Gibraltar in den Atlantik presst und dort schnell an Kraft verliert. Beim neuen gleichnamigen Erfolgsmodell von Maserati ist fast alles andersrum. Das schmucke SUV soll vor allem ganz weit im Osten punkten, im fernen China, wo das Geld der Autokäufer besonders locker sitzt.

Und im Gegensatz zu den einstigen Schönwetter-Modellen der Marke kommt der italienische Levante auch vorzüglich mit eisigem Luftzug zurecht, im tiefen Schnee hoch oben in den Bergen, auf spiegelglattem Eis und, wenn´s denn sein muss, auch mal abseits fester Straßen. Anders als sein windiger Namensgeber macht er dank seiner starken Sechszylinder-Motoren auch nie schlapp.

Der Italiener fürs Grobe
Maserati Levante
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Luxus-Autobauer Maserati zeigt erste Bilder seines neuen SUV Levante, das im Frühjahr auf den Markt kommt und seine Premiere auf dem Genfer Autosalon Anfang März feiert.

Aggressive Front
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Der erste Offroader in der mehr als 100-jährigen Geschichte der Marke trägt eine aggressive Front ähnlich wie Ghibli und Quattroporte, die allerdings weniger sportlich als bullig gestaltet ist. Die zweigeteilten Scheinwerfer reichen bis an den großen, aufrecht stehenden Kühlergrill heran.

Sportliche Proportionen
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Von der Seite kann man die sportlichen Proportionen mit niedrigem, nach hinten abfallenden Dach, ansteigender Fensterlinie, breiter C-Säule und stark modellierten hinteren Radhäusern erkennen. An den vorderen Kotflügeln hat der Levante die drei typischen Lufteinlässe. Der schräge Heckabschluss trägt einen Spoiler, die horizontalen Rücklichter betonen die Breite.

Allradantrieb serienmäßig
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Das neue SUV ist serienmäßig unter anderem mit adaptiven Dämpfern, Allradantrieb und Acht-Stufen-Automatikgetriebe ausgestattet. Neben bestmöglichem Handling auf der Straße ist der Levante auch auf den Einsatz abseits befestigter Wege optimiert. Für den in Turin gebauten Levante werden noch nicht näher benannte Benzin- und Dieselmotoren erhältlich sein.

Cervinia liegt am Fuße des fast 4.500 Meter hohen Matterhorns, auf der italienischen Seite des steinernen Giganten. Von hier aus wagten sich die ersten Bergsteiger in die Steilwand. Heute kommen viele Reiche dieser Welt zum Skifahren hierher. Menschen also, deren Konto die mindestens 70.500 Euro, die so ein Maserati Levante kostet, locker verkraftet.

Kein Wunder also, dass sich die feine Fiat-Tochter aus Modena das exklusive Urlaubsparadies für winterliche Testfahrten ausgesucht hat. Hier hat die kalte Jahreszeit noch alles im Griff, zahllose kleine Bergstraßen strahlen noch in jungfräulichem Weiß. Ohne Schneeketten, wenn sie denn über die dicken Schlappen passten, waren frühere Maserati-Modelle wie der legendäre 3500 GT, die ersten Ghibli oder Quattroporte rettungslos verloren.

Im Innenraum bietet das erste SUV der italienischen Marke typischen Maserati-Luxus Quelle: Maserati
Blick auf den Arbeitsplatz des Fahrers

Im Innenraum bietet das erste SUV der Marke den typischen Luxus, den die Kunden erwarten

Allrad macht´s heute möglich. Für Maserati noch eine junge Technik, denn erst seit 2013 liefen die Limousinen Ghibli und Quattroporte Vortrieb auf Wunsch auch auf allen Vieren, der SUV Levante hat sogar stets Allrad. Das Trio vertraut dabei auf das gleiche, nur 60 Kilogramm schwere System: Haben die Räder genug Bodenhaftung geht die ganze Kraft an die Hinterräder.

Registrieren die Sensoren drohendes Durchdrehen eines Rades, können bis zu 50 Prozent in nur 100 Millisekunden an die Vorderachse transferiert werden. Das gilt für schnell durchquerte Kurven ebenso wie für glattes Geläuf, Matsch oder für Naturstraßen.

Für schweres Gelände ist der Italiener zwar nicht geeignet, aber hoher Schnee, Eisglätte oder auch mal das Krabbeln über kleinere Hügel sind keine Hindernisse für den Schönling Quelle: Maserati
Für schweres Gelände ist der Italiener zwar nicht geeignet

Aber hoher Schnee, Eisglätte oder auch mal das Krabbeln über kleinere Hügel sind keine Hindernisse für den Schönling

Zudem kann der Fahrer per Knopfdruck drei Fahrprogramme wählen. „Normal“ und „Sport“ sind bei den heckgetriebenen Limousinen ebenfalls vorhanden. Neu ist der Modus „Eis“. Selbst auf blankem gefrorenen Wasser kommen die Boliden ins Rollen. Zwar behutsam, aber immerhin.

Dabei wird die Motorkraft sensibler begrenzt, als es der gefühlvollste menschliche Gasfuß vermag. Durchaus eindrucksvoll, wenn ein immerhin 302 kW/410 PS starker Ghibli dort anfährt, wo sich Fußgänger kaum auf den Beinen halten können.

Das Gefühl, das Auto könnte, wenn es denn müsste
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