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US-Automarkt: Rückrufe auf Rekordniveau

Eine aktuelle Analyse der Hersteller-Rückrufaktionen in den USA zeigt, das 2013 ein neuer Negativrekord aufgestellt werden könnte. Besonders betroffenen bei den deutschen Herstellern ist BMW.

In den USA mussten im ersten Halbjahr über 500.000 BMW in die Werkstätten; im Februar weltweit mehr als 800.000 X5 wegen eines potenziell fehlerhaften Bremskraftverstärkers. Quelle: PR
In den USA mussten im ersten Halbjahr über 500.000 BMW in die Werkstätten; im Februar weltweit mehr als 800.000 X5 wegen eines potenziell fehlerhaften Bremskraftverstärkers. Quelle: PR

Bergisch GladbachMit 11,3 Millionen zurückgerufener Pkw in der ersten Jahreshälfte erreicht der Referenzmarkt USA einen neuen Spitzenwert. Wie die Analyse aktueller Rückrufaktionen des Center of Automotive Management (CAM) der Fachhochschule der Wirtschaft in Bergisch Gladbach (FHDW) ausweist, könnte im Gesamtjahr 2013 der Negativrekord mit rund 18 Millionen Rückrufen des Jahres 2010 überboten werden. Im Vergleichszeitraum 2012 haben Automobilhersteller 4,8 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten gerufen, das sind 230 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2013.

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Die Studie des CAM zeigt, dass die "Rückrufquote" bei 142 Prozent liegt, gemessen am Neuwagenabsatz. Das heißt, dass 42 Prozent mehr Fahrzeuge im ersten Halbjahr 2013 in die Werkstätten gerufen, als in diesem Zeitraum verkauft wurden. Davon besonders betroffen sind die Hersteller BMW, Chrysler, Hyundai/Kia sowie Honda und Toyota.

Rückrufaktionen

Der US-Markt ist aufgrund seiner Absatzgröße, der scharfen Sicherheitsrichtlinien und des hohen Klagerisikos ein aussagekräftiger Indikator für die Produktqualität der Automobilkonzerne. Ein Rückruf wird von der "National Highway Traffic Safety Administration" (NHTSA) in den USA ausgelöst, wenn ein sicherheitsrelevanter Defekt an einem Fahrzeug auftritt oder das Fahrzeug beziehungsweise dessen Teile nicht den "Federal Motor Vehicle Safety Standards" genannten Sicherheitsvorschriften entsprechen.

Bei den im amerikanischen Markt von Produktmängeln besonders betroffenen Herstellern BMW, Chrysler, Hyundai/Kia liegen die Rückrufquoten im ersten Halbjahr 2013 um 300 Prozent und erreichen damit die dreifache Zahl der verkauften Fahrzeuge im Beobachtungszeitraum. Spitzenreiter ist BMW mit einer Rückrufquote von 334 Prozent, was deutlich mehr als eine halbe Million zurückgerufener Pkw entspricht.

Mit einer Rückrufquote von 314 Prozent muss Chrysler 2,85 Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten beordern. Hyundai/Kia ruft rund 1,87 Millionen Pkw im US-Markt zurück, was einer Quote von 294 Prozent entspricht. Weit überdurchschnittliche Rückrufquoten haben auch Honda mit 265 Prozent und 2 Millionen Autos sowie Toyota mit 208 Prozent und 2,3 Millionen Pkw.

  • 10.07.2013, 18:52 Uhrsieg-fried

    In Amiland, wo man sich bei voll durchgetretenem Gaspedal noch über zugleich nachlassende Bremswirkung wundert, kann man über die Rückrufe wenig aussagen.

    Ein paar Dollar mehr in Bildung hilft mehr als später ein paar Dollar mehr für den Anwalt.

  • 10.07.2013, 18:15 UhrbelastetdurchBMW

    Kundenservice und Qualität sind bei BMW ungenügend. Gewaehrleistung und Rückruf wird versucht auf den Kunden abzuwälzen. Evtl. sollte bei BMW überlegt werden Kundenservice und Produktion in kundenorientierte Länder zu verlagern.Dies erscheint in Deutschland und den USA mangelhaft,ggf. bieten sich Schulungsmassnahmen bei anderen deutschen Premiumherstellern an. Ich hoffe meine BMWs schaffen die nächsten 4 Wochen ohne Gewährleistungsschaden bis ich endlich zu Audi/Daimler wechsele.

  • 10.07.2013, 17:36 UhrIchbinsdoch

    Tja kommt davon, wenn BWL-Heinis das sagen haben.
    Da kann das Teil daher kommen, das dort produziert werden, Montage von Billigkräften die nicht wirklich eine Fachausbildung haben......hauptsache "Kosten sparen" die anderweitig nachher ein mehrfaches an Minus aus der Kasse saugen....

    ....Minus in der Kasse = Weiter sparen....der Kreislauf dreht sich bis zum Kollaps

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