Vereinigung von vielen Gegensätzen
Fahren wie auf Wolke Sieben: Der neue 7er BMW

BMW bringt Bewegung in die Oberklasse. Nachdem Vorstandsvorsitzende und gut situierte Erben seit dem Debüt der Mercedes S-Klasse von der Autoindustrie förmlich ignoriert wurden, fährt aus München nun die erste deutsche Oberklasseneuheit seit drei Jahren vor.

dpa-infocom HAMBURG. Die fünfte Auflage des 7er BMW will viele Dinge vereinen, die bislang als Gegensätze galten: Sie wird sportlicher und trotzdem sparsamer, komfortabler und trotzdem leichter und sie wird geräumiger und dennoch eleganter. Allerdings hat das Fahren auf Wolke Sieben auch seinen Preis: Der neue 7er wird knapp zehn Prozent teurer und startet nun bei 69 500 Euro.

Dafür wird aber auch viel geboten. Über das Design kann man streiten, wobei die Bayern diesmal mit zurückhaltenderen Formen und eleganteren Linien ein Friedensangebot machen. Doch insbesondere beim Fahrverhalten setzt der Luxusliner Maßstäbe. Dafür steht ein kleiner Knopf auf der Mittelkonsole, mit dessen Hilfe man den Charakter sämtlicher Regelsysteme verändern kann. Auf Wunsch schwebt der 7er wie ein arabischer Teppich über schlechte Autobahnen, folgt dem Lenkeinschlag mit der gebotenen Trägheit eines Ozeanriesen und wechselt die Gänge schön sanft. Einen Knopfdruck später zeigt der 7er sein anderes Gesicht: Dann werden die Schaltrucke spürbar und am Lenkrad braucht man etwas mehr Kraft. In den weichen Ledersesseln macht sich nun jede Bodenwelle bemerkbar - aus dem Kreuzfahrtdampfer ist eine wendige Luxusyacht geworden, die präzise um die Kurven schwingt.

Schnelles Überholen wie auf Schienen

Noch einmal steigern lässt sich dieses Erlebnis mit der aufpreispflichtigen "Integral Aktivlenkung", bei der auch die Hinterräder leicht eingeschlagen werden. Bei niedrigem Tempo drehen sie in Gegenrichtung und minimieren so den Wendekreis um bis zu 70 Zentimeter. Steigt die Geschwindigkeit, schlagen die Hinterräder parallel ein und stabilisieren damit die Fuhre. Wer auf der Autobahn mit Tempo 200 überholt, fühlt sich deshalb förmlich wie auf Schienen.

Vom Autofahrer zum Raumschiff-Piloten

Mit Autofahren hat die Aufgabe des Menschen im neuen 7er allerdings nur noch wenig gemein. Natürlich gibt es auch hier noch ein konventionelles Lenkrad, Gas und Bremse. Und der Schaltknüppel ist in Gestalt eines Rasierapparates sogar wieder auf den Mitteltunnel gerückt. Doch wähnt man sich am Steuer der Luxuslimousine angesichts der vielen Dutzend Schalter, des vollkommen schwarz eingefärbten Cockpits und des großen Monitors weniger in einem Auto als in einem Raumschiff - natürlich erster Klasse. Dennoch ist der 7er sehr einfach und unkompliziert zu bedienen. Selbst das viel gescholtene i-Drive-System funktioniert mit neuer Menüstruktur und ein paar zusätzlichen Direktwahltasten jetzt spielend.

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