Vergleichstest
Smartphone schlägt mobiles Navigationsgerät

Smartphones mit Navigationssoftware sind inzwischen durchaus ernst zu nehmende Alternativen zu herkömmlichen mobilen Navigationsgeräten. Das hat ein ADAC-Vergleichstest von je sieben Geräten beider Kategorien gezeigt.
  • 1

MÜNCHEN/DÜSSELDORF. Nützliche Eigenschaften, wie etwa die klare Ansage von Straßennamen, Fahrspurassistent oder die Anzeige von Verkehrsinformationen, wurden bis dato hauptsächlich mobilen Navigationsgeräten zugeschrieben. Inzwischen gibt es aber auch Smartphones, die in diesen Bereichen punkten.

Fünf Softwarelösungen für Smartphones erreichen im aktuellen Test des ADAC das Gesamturteil "gut". Bei den Navigationsgeräten schneiden dagegen nur drei mit "gut" ab.

Gesamtsieger wurde die Navigationssoftware MN 7 von Navigon. Sie lief im Test auf dem iPhone 4 und erhält die Bestnote 1,7. In den Kriterien "Routenberechnung" und "Verkehrsinformationen" bekam sie Topbewertungen. Auch in den anderen Kriterien erreicht diese Lösung durchweg gute Noten. Sie ist mit 110 Euro allerdings auch die teuerste Softwarelösung.

Bei den Navigationsgeräten sticht das Modell Go Live 1000 von TomTom hervor, vor allem wegen seiner guten Routenberechnung (Bewertung 2,0). Das Gerät kostet 299 Euro.

Weitere Details des Vergleichs: Die schlechteste Note für die Handhabung bekam bei den mobilen Navigationsgeräten das 295 Euro teure Medion X4545 EU, das allerdings bei der Routenbewertungebenso die Bestnote 1,6 erreichte, wie das TomTom Go Live. Schwache Werte bei der Routenberechnung erreichten das Garmin Nüvi 3790T (309 Euro) und das NavGear RS-50-3D für 170 Euro.

Nicht alle der Mini-Computer sind allerdings mit Halterungen zur Befestigung im Auto ausgestattet. Ein weiterer Kritikpunkt der ADAC-Tester ist, dass das Herunterladen der Software oft umständlich ist und viel Zeit beansprucht. Bei den Downloads fehlt auch eine Bedienungsanleitung für die Software.

Bei den Softwarelösungen ist erwähnenswert, dass es mit Google Maps Navigaton, Nokia Maps 3.0 und Skobbler drei Produkte im Preisbereich zwischen 0 und 1,59 Euro gibt; sie liegen bei den Ergebnissen allerdings im hinteren Testfeld.

Seite 1:

Smartphone schlägt mobiles Navigationsgerät

Seite 2:

Kommentare zu " Vergleichstest: Smartphone schlägt mobiles Navigationsgerät"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • bei der Sache gibt es allerdings zwei Probleme. a) Die Smartphones sind in Deutschland längst noch nicht so verbreitet, dass die Navis sich fürchten müssten und b) sind die batterielaufleistungen der Handys derzeit noch nicht gut genug, um noch nebenbeio als Navigationsgerät herzuhalten. Aus lange Sicht wird sich dies allerdings durchsetzen, davon darf man ausgehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%