Verkehrsfunk
Am Stau vorbei gelotst

Vernetzte Informationen machen den Verkehrsfunk noch genauer: Auf der Ifa zeigten Forscher des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik und ihre Partner im Projekt Coopers wie Autofahrer dank moderner Technik schneller und sicherer ans Ziel kommen.

BERLIN. Blitzeis, Falschfahrer, Staus - im Autoradio erfährt man meist zu spät davon. Dabei sind das Gefahren, die mit dafür verantwortlich sind, dass auf europäischen Straßen immer noch jährlich 5 000 Menschen sterben. Doch das soll sich ändern. Auf der Ifa zeigen Forscher des Fraunhofer-Instituts für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik (First) und ihre Partner im Projekt Coopers (Co-operative Systems for Intelligent Road Safety) wie es besser geht.

"Unser Ziel ist es, Autofahrer zeitnah mit aktuellen, sicherheitsrelevanten Informationen zu Verkehrslage und Infrastruktur zu versorgen", sagt Matthias Schmidt, bei First für Verkehrstelematiksysteme zuständig. "Dazu werden Infrastrukturen entlang der Straße und Fahrzeuge mit Sensoren und Empfangsgeräten ausgestattet, um eine direkte Kommunikation zwischen Autos und Informationsdiensten zu ermöglichen", erläutert Schmidt.

Und weil es sich dabei nicht, wie Schmidt es formuliert, um eines jener Forschungsvorhaben handelt, dessen Ergebnisse in der Schublade verschwinden, sondern diese von Autobahnmeistereien umgesetzt werden sollen, wird das System auf Teststrecken in Italien, Holland und Frankreich erprobt. In Berlin wird die Stadtautobahn A100 auf 25 Kilometern Länge fit für den fixen Informationsfluss gemacht, wovon sich Besucher der Funkausstellung erstmals ein Bild machen können.

Dazu werden bereits bestehende Verkehrsinformationen mit solchen kombiniert, die direkt aus den Fahrzeugen kommen, erklärt der Entwickler. Auf diese Weise werden eine Reihe von Diensten möglich, die Navigationsgeräte oder der Verkehrsfunk heute noch nicht bieten. Dazu zählen lokale Unfall- und Stauwarnungen mit Videobildern, Warnungen vor Falschfahrern und Unwettern, Informationen zu Baustellen, Straßensperren oder der Einschränkung von Fahrspuren, Hinweise über Tempolimits sowie Geschwindigkeitsempfehlungen, die dem Verkehrsaufkommen angepasst sind. Ausgetauscht werden die Daten über Infrarot und digitale Rundfunk-Standards wie DVB-H oder DMB, was überhaupt erst diese Fülle von Informationen übertragbar macht.

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