Verkehrssicherheit
USA will für Neufahrzeuge ESP vorschreiben

Die US-Regierung wird nach einem Bericht der Zeitung "USA Today" wahrscheinlich in dieser Woche vorschlagen, dass alle Neufahrzeuge künftig mit einer Elektronischen Stabilitätskontrolle (ESP) ausgestattet werden müssen.

HB NEW YORK. Damit sollen schleuderbedingte Unfallrisiken vermindert werden. Mehr als 10.000 Todesfälle jährlich seien nach einer Studie des Insurance Institute for Highway Safety vermeidbar, wenn alle Fahrzeuge mit einer Stabilitätskontrolle ausgestattet wären, schreibt die Zeitung am Dienstag.

Automobilhersteller dürften dem Vorhaben der Regierung nicht grundsätzlich negativ gegenüber stehen, aber auf eine verlängerte Übergangsphase bis zum verpflichtenden Einbau in alle Fahrzeuge drängen.

Die Elektronische Stabilitätskontrolle kombiniert Antiblockiersystem mit Antischlupfregelung. Durch gezieltes automatisches Abbremsen einzelner Räder verhindert sie sowohl das Über- als auch das Untersteuern eines Fahrzeugs.

Zu den Herstellern Elektronischer Stabilitätskontrollen zählen in Deutschland vor allem die Siemens VDO AG, die Robert Bosch GmbH und die Continental AG. Die Conti-Aktie legte am Dienstag zu Handelsbeginn nach Angaben von Händlern im Vorgriff auf eine gesetzliche ESP-Einbaupflicht auf dem wichtigsten Automobilmarkt der Welt um bis zu 2 Prozent auf 81,30 Euro zu.

Conti selbst geht nach Aussagen von Vorstand Karl-Thomas Neumann bislang davon aus, dass die Marktdurchdringung mit ESP in den USA die für 2010 prognostizierte Marke von 55 Prozent übertreffen wird, da immer mehr Kunden beim Kauf eines Fahrzeugs dieses Sicherheitssystem fordern.

Vor zwei Jahren waren in dem Land weniger als 10 Prozent der Pkw mit ESP ausgestattet. Conti selbst sieht sich im Plan, in diesem Jahr 8 (2005: 6) Mio ESP zu verkaufen, hatte Neumann im Juli gesagt.

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