Vernetzte Fahrzeuge: Wenn der Hacker ins Lenkrad greift

Vernetzte Fahrzeuge
Wenn der Hacker ins Lenkrad greift

Smartphone-gesteuertes Parken und Assistenzprogramme, die Bremse und Steuer übernehmen: Moderne Autos sollen immer mehr Elektronik-basierten Komfort und Sicherheit bieten. Damit ist es vorbei, wenn Hacker ernst machen.
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DüsseldorfWenn in den kommenden Tagen in Genf glänzende Motorhauben das Scheinwerferlicht und das Blitzgewitter der Fotografen tausendfach widerspiegeln werden, verstecken sich die heimlichen Stars unter der Haube. Nicht die Pferdestärken – sondern die Bordelektronik. Längst reicht es nicht mehr aus, wenn ein Auto ein Navigationsgerät und ein gutes Audiosystem hat. ‚Selbstfahrend‘ ist der neue Trend, sei es als Einparkhilfe, Spurhalteassistent oder gleich komplett autark.

Doch dabei müssen die Autokonzerne aufpassen, dass sie nicht vor lauter Erster-Sein und Guck-mal-was-wir-haben über ihre ambitionierten Füße stolpern. Denn je mehr Elektronik in den Fahrzeugen steckt und je stärker diese mit der Außenwelt verbunden ist, desto schwieriger wird es, sie gegen An- und Eingriffe zu schützen.

Was ein Eingriff in die IT eines Fahrzeugs alles bewirken kann, beweisen die amerikanischen IT-Sicherheitsspezialisten Chris Valasek und Charlie Miller: In Online-Videos und Publikationen zeigen sie, wie sie die Tankanzeige eines Autos binnen Sekunden verändern, das angezeigte Tempo beeinflussen oder die Bremsen ausschalten können. Dabei sind sie zwar über einen Computer im Auto mit der Bordelektronik verbunden, doch andere Studien zeigten, dass dies auch etwa über eine Bluetooth- oder mobile Verbindung von außen möglich ist.

Aber selbst das muss nicht einmal nötig sein. Den Forschern Roel Verdult, Baris Ege und Flavio Garcia gelang es, die Verschlüsselung eines Chips für Wegfahrsperren zu knacken - und so ins Auto zu gelangen. Einem Journalisten des „Forbes“-Magazins, der sie bei einem Versuch begleitet hat, sagte Valasek: „Wenn man das Vertrauen verliert, dass Autos machen, was man ihnen befiehlt, ändert das die gesamte Einstellung über deren Funktionsweise.“

Auf der diesjährigen Sicherheitskonferenz „Black Hat Asia“ in Singapur Ende März sollen Medienberichten zufolge die spanischen Forscher Javier Vazquez-Vidal und Alberto Garcia Illera ihre neuste Erfindung vorstellen: Ein kleines Gerät, mit dem es in Minuten möglich ist, Schadsoftware in die Steuerung (die Controller Area Network oder CAN) eines Fahrzeugs einzuschleusen.

Es ist kleiner als ein iPhone und die Bauteile kosten gerade einmal 20 Dollar. Vazquez-Vidal sagte „Forbes“, es dauere fünf Minuten oder weniger es anzuschließen, dann könne man weggehen. „Wir könnten eine Minute oder ein Jahr warten und dann auslösen, was auch immer wir vorher programmiert haben.“

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Keine Verbindung zu sicherheitskritischen Komponenten

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  • Dann bekommt der Begriff "Geisterfahrer" eine völlig neue Bedeutung - und Schuld ist natürlich immer die Technik. Dies braucht man genauso wie lackierte Kratzfänger (ehemals Stoßfänger), die ja nun die durchgehende Mode aller OEMs geworden sind.

  • Spätestens dann, wenn solche Systeme in die Serie einfliessen sollten, wird der nächste Kauf ein Youngtimer.

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