Vor allem für junge Familien interessant
Kia Ceed Sporty Wagon: Koreaner mit europäischen Genen

Im Januar 2007 hat Kia eine Steilheckversion des Cee„d auf den Markt gebracht - im Herbst folgt die zweite Variante des Kompaktwagens: der Ceed Sporty Wagon.

dpa-infocom HAAR. Die Designer der koreanischen Marke hatten die Aufgabe, einen sportlichen Kompaktwagen für den europäischen Markt zu entwerfen. Das ist ihnen gelungen. Bis zur B-Säule besitzt der Sportkombi dieselben Komponenten wie der herkömmliche Ceed. Die hintere Seitenansicht und die markante Z-Form der C-Säule hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Peugeot 407 und der alten A-Klasse von Mercedes. Die vertikal angeordneten Rücklichteinheiten nehmen beinahe die komplette Höhe der Heckklappe ein. Der Radstand ist derselbe wie beim normalen Ceed (2,65 Meter), und die um 23 Zentimeter gewachsene Gesamtlänge von 4,47 Meter resultiert aus dem längeren Hecküberhang.

Der Selbstzünder in der 1,6-Liter-Variante mit 115 PS beschleunigt den Koreaner in 11,7 Sekunden auf Tempo 100, subjektiv fühlt sich der Landstraßen-Sprint aber deutlich flotter an. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 188 km/h. Das Aggregat zeigt sich mit seinen 225 Newtonmeter Drehmoment äußerst drehfreudig und kann auf ganzer Linie überzeugen. Auch das dieseltypische Motorengeräusch bleibt auf einem angenehmen Niveau und ist sogar leiser als beim Zweiliter-Benziner mit Automatik. Kia gibt den Verbrauch des 115-PS-Triebwerks mit 4,9 Liter an.

Fahrwerk erlaubt sportliche Gangart

Das straffe Fahrwerk erlaubt zusammen mit dem spritzigen Motor eine sportliche Gangart. Die Einzelradaufhängung des Ceed-Kombi schluckt nur kleinere Schlaglöcher tadellos, aber die harte Abstimmung ermöglicht Kurvengeschwindigkeiten, die man einem Kombi eigentlich nicht zutraut. Auf kurvigen Landstraßen zirkelt der Fahrer dank der leichtgängigen Lenkung den Sporty Wagon zielsicher durch die Kehren. Die Fünfgang-Schaltung entpuppt sich als knackig.

Bis zu 1 664 Liter Stauraum

Das Interieur in der Ausstattungsvariante LX präsentiert sich mit einfachen, aber schicken Materialien. Das schwarze Armaturenbrett in Soft-Touch-Optik setzt sich farblich von den hellen Türverkleidungen ab. Die Sitze sind wenig konturiert und bieten in flotten Kurven kaum Seitenhalt, für lange Strecken ist der Komfort akzeptabel. Der Kofferraum ermöglicht das Verstauen von bis zu 534 Liter Gepäck. Wird die im Verhältnis 60 zu 40 umklappbare Rückbank komplett umgelegt, entsteht ein ebener Gepäckraumboden, und die Ladekapazität wächst auf 1 664 Liter. Besonderer Clou des Cee„d Sporty Wagon ist die groß dimensionierte Heckklappe. Anders als beim Steilheckmodell ist der Anschlag um 22,5 Zentimeter nach vorne verlegt. Die geänderte Anbringung verringert den Öffnungsradius um etwa sieben Zentimeter und erleichtert das Einladen sperriger Gegenstände.

Sechs Airbags serienmäßig

In der LX-Version besitzt der Sporty Wagon serienmäßig sechs Airbags, 15-Zoll-Stahlfelgen mit Zierkappen, ein CD-Radio mit MP3-Funktion, elektrisch einstellbare Außenspiegel, eine Dachreling, ein Ablagefach im Gepäckraumboden und elektrische Fensterheber für vorne. Gegen Aufpreis können ein Sommerpaket (inklusive Klimaanlage), ein Winterpaket (zum Beispiel mit Nebelscheinwerfer und Sitzheizung vorne), ein Navigationssystem und eine Metalliclackierung geordert werden.

Die Preise für den Sporty Wagon beginnen bei 15 900 Euro für den 109 PS starken 1,4-Liter-Benziner. Der günstigste Selbstzünder ist das 1,6-Liter-Modell mit 90 PS, das mit 17 560 Euro zu Buche schlägt.

Fazit: Sportlich, sparsam, günstig

Der Kia Ceed Sporty Wagon 1.6 Crdi 115 macht seinem Namen alle Ehre. Sowohl Motor als auch Fahrwerk erlauben eine sportliche Fahrweise. Für junge Familien besonders interessant sind der relativ günstige Preis und die niedrigen Verbrauchswerte. Mit der weiter nach vorne versetzten Aufhängung lässt sich die Heckklappe auch in knappen Parklücken noch öffnen.

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