Vor allem innen schicker
Peugeot 207: Der Löwe mit den zwei Gesichtern

dpa-infocom HAMBURG. Mit dem neuen 207 komplettiert Peugeot sein Kleinwagenprogramm. Der kleinste Flitzer mit Löwenlogo ist der rund 3,60 Meter lange 107. Es folgen mit je etwa 20 Zentimetern Abstand der weiterhin angebotene 206, der 207 und - eine Klasse höher - der Kompaktwagen 307. Dazu kommt noch der kleine Van 1 007.

Optisch setzt sich der 207 vor allem durch die Front vom Vorgänger 206 ab. So hat der Neuling das unlängst eingeführte Peugeot-Gesicht mit dem großen Grill. Je nach Ausstattung gibt es dazu eine eher dezente Frontschürze oder eine mit chromgefassten Nebelscheinwerfern. Das Platzangebot des 207 enttäuscht jedoch. Der 207 ist rund 20 Zentimeter länger als der 206, aber als Mitfahrer merkt man davon wenig. Auch der Kofferraum hat sich kaum verändert. Beim Umklappen der Rücksitze entsteht wie beim 206 kein ebener Laderaum - da überzeugt der Toyota Yaris mehr.

Bessere Ausstattung und mehr Sicherheit

Bei der Serienausstattung legt der 207 gegenüber dem 206 zu. So besitzt jeder 207 nun elektrische Fensterheber vorne, ein nicht nur vertikal, sondern auch axial einstellbares Lenkrad, eine geteilt umklappbare Rücksitzbank und eine Zentralverriegelung mit Fernbedienung. In der serienmäßigen Sicherheitsausstattung des Basismodells fehlt weiterhin das Elektronische Stabilitätsprogramm (ESP). Doch während der 206 im Crashtest nur vier Sterne erhielt, erzielt der 207 die Maximalwertung von fünf Sternen. Hier hat der 207 mit den neuen Versionen von Renault Clio, Fiat Punto und Toyota Yaris gleichgezogen.

Fahrwerk noch immer eher komfortabel

Das Fahrwerk wurde in Details modifiziert. Im Endergebnis fährt sich der 207 jedoch nicht spürbar anders als der 206. Noch immer ist der Kleinwagen eher komfortabel ausgelegt - kein Vergleich etwa mit dem Mini. Geschaltet wird wie beim 206 mit einem manuellen Fünfgang- Getriebe. Daneben stellt Peugeot ein automatisiertes Schaltgetriebe in Aussicht.

Stark, genügsam, sauber: Der 109-PS-Diesel

Wie beim Fahrwerk hat sich auch bei den Motoren wenig verändert. Ab Marktstart werden lediglich aus dem 206 bekannte Aggregate angeboten. Im Herbst werden jedoch zwei neue Benzin-Direkteinspritzer angeboten. Diese stammen aus der Kooperation mit BMW und werden demnächst auch im Mini eingesetzt. Die kleinere Version leistet 115 PS und wird wohl den jetzt noch angebotenen 109-PS-Benziner ablösen, denn der 1,6-Liter-Ottomotor wirkt im 207 nicht gerade spritzig. Er braucht für den Standardsprint auf Tempo 100 anderthalb Sekunden länger als der Clio mit einem vergleichbaren Motor. Beim Verbrauch wird der Peugeot ebenfalls vom Clio geschlagen. Deutlich mehr Spaß als der 109-PS-Benziner macht der gleich starke Diesel. Beim Tempo- 100-Sprint schlägt der Diesel-207 den Clio. Dabei hält sich der Spritdurst in Grenzen. Auf 100 Kilometer fließen nur 4,8 Liter. Gegenüber der Konkurrenz hat der Peugeot-Selbstzünder den Vorteil, dass er serienmäßig mit Partikelfilter geliefert wird.

Zwei Gesichter ab 11 650 Euro

Die dreitürige Grundversion mit dem ab Herbst verfügbaren 75-PS- Benziner soll 11 650 Euro kosten, das sind 1 100 Euro mehr als für den 206 mit dem gleichen Motor verlangt werden. Auf den ersten Blick ist das viel Geld - gab es den 206 doch bis vor kurzem noch für unter 10 000 Euro. Allerdings ist die Konkurrenz auch nicht viel billiger. Für den Punto zahlt man mindestens 10 990 Euro, für den Clio 10 950 Euro. Beide Konkurrenten haben jedoch zehn PS weniger als der Peugeot.

Fazit: Nicht in allen Punkten besser

Der 207 hat sich nicht in jeder Hinsicht gegenüber dem 206 verbessert. Er ist zwar deutlich länger geworden, aber das kommt nicht unbedingt dem Innenraum zugute. So hat weder der Platz im Fond noch der Kofferraum spürbar zugelegt. Das Fahrwerk wirkt ähnlich wie beim 206. Die bekannten Motoren fahren sich in dem schwerer gewordenen Auto nicht mehr ganz so spritzig wie im 206. Vor allem enttäuscht der 109-PS-Benziner. Dagegen begeistert der 109-PS-Diesel durch guten Vortrieb bei geringem Spritverbrauch und dezenter Akustik. Eindeutig positiv hat sich der Peugeot-Kleinwagen bei der Crashsicherheit und im Cockpitdesign verändert. Wie beim Clio und Punto wird auch beim 207 der Vorgänger weiter gebaut. So bleibt eine günstige Version im Angebot - angesichts der doch recht hohen Einstiegspreise bei den neuen Kleinwagen ist das zu begrüßen.

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