VW E-Up im Test Nach 39 Jahren im Plus

Der Verkauf von E-Autos in Deutschland geht nur schleppend. Das liegt weniger an der Qualität der Fahrzeuge, als am Preis und der Bedienungsfreundlichkeit von Taschenrechnern. Wie unser Alltagstest zeigt.
  • Günter Weigel
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  • Spotpress
Der E-Zwerg soll 160 Kilometer weit kommen Quelle: vw
Volkswagens kleinster Stromer

Dieser E-Zwerg soll 160 Kilometer weit kommen. Im besten Fall.

(Foto: vw)

So ein elektrisches Auto in der Garage ist eine feine Sache. Reinfahren, einstöpseln und über Nacht füllt sich der Akku. Gerne auch mal zwischendurch für ein paar Stündchen. Die Garage ist wohltemperiert, das E-Mobil startet bei Bedarf mit 15 Grad Innenraumtemperatur und muss beim Fahren die Heizung nicht groß bemühen. Auf die mögliche Vorprogrammierung der passenden Temperatur kann man dabei getrost verzichten. Aber wie sieht es ohne Garage aus? Das wollten wir mit unserem Testwagen, einem VW E-Up mal ausprobieren.

Das Cockpit ist dem Antrieb angepasst Quelle: vw
Der Fahrer-Arbeitsplatz

Das Cockpit ist dem Antrieb angepasst

(Foto: vw)

Der E-Up ist zunächst einmal eigentlich der perfekte Stromwagen. Klein, handlich, genau richtig für die Stadt, wo man schon aus Emissionsgründen den Haupteinsatzort für elektrisch betriebene Automobile sieht. Just dort mangelt es aber an Garagen, weshalb draußen Parken und Aufladen eher zu den normalen Umständen im Dasein eines E-Mobils gehören dürften. Bei frühlingsfrischen Außentemperaturen zum Teil deutlich unter zehn Grad versteht man, warum die Techniker die Option, ein E-Auto zu temperieren, so lange es am Kabel hängt, erdacht haben.

Unser E-Up bot unter den erwähnten Bedingungen eine maximale Reichweite von 135 Kilometern an. Das liegt im Fenster dessen, was VW als Alltagsreichweite in den Prospekt schreibt und ein Stück weit weg von den maximal möglichen 160 Kilometern.

Allerdings schmelzen die Kilometer dahin wie Eis in der Sonne, wenn Heizung und Scheibenwischer gegen das Aprilwetter ankämpfen, derweil man in den zwei Hügel und fünf Kilometer entfernten Nachbarort und wieder zurückfährt. Statt der erhofften Restreichweite von 125 Kilometern zeigt der Bordcomputer weniger als 90 an, der Durchschnittsverbrauch beträgt etwas über 30 kWh.

Unser E-Up bot unter den erwähnten Bedingungen eine maximale Reichweite von 135 Kilometern an Quelle: vw

Unser E-Up bot unter den erwähnten Bedingungen eine maximale Reichweite von 135 Kilometern an

(Foto: vw)

So gesehen leiden auch E-Autos unter kurzen Strecken, zumindest was den Energiebedarf angeht. Fährt man ein wenig weiter und fordert die Heizung, ergibt sich ein Testverbrauch von 16,8 kWh. Deutlich mehr als die Norm von 11,7 kWh je 100 Kilometer, aber im erwarteten Bereich, den wir bislang mit quasi allen E-Mobilen erzielt haben.

Es gibt gute Alternativen
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